"Gut, dass wir uns sehen"

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Ludger Braam vom Kirchenvorstand Heilig Geist bedankt sich bei Christian Umbach (Feuerwehr) und Carsten van Doornick (Eligiusgilde)für die Initiative und Umsetzung zur Turmuhr
 
Erzbischof Dr. Werner Thissen (74) – Schalkefan – zirkelt dem kleinen Torwart noch schnell den Ball ins Tor vor der Abfahrt

Ein dichtes Wochenende in Kalkar: Jahrestagung der evangelischen Kreissynode in der kleinsten Gemeinde in Neulouisendorf; 50 Jahre Luthard-Schule Wissel; Kirmes in Niedermörmter, Dorffest in Hanselaer und Schützenfest in Altkalkar; 72-Stunden-Aktion der Messdiener in Wissel am Friedhof; 72-Stunden-Aktion der Messdiener und Malteser in Kalkar an der Familienbildungsstätte; Gildenfest in Kalkar; Festmesse mit Erzbischof Thissen: Segnung der neuen Turmuhr; Einweihung des 18. Fensters in St. Nicolai.

Feste fügen fester zusammen: Das durften wir alle erleben. Gut, dass wir einander sehen und dass wir wahrnehmen, wer in Kalkar gute ehrenamtliche Arbeit macht. An solchen Spitzentagen werden die Spitzenleistungen der Freiwilligen sichtbar: Die Feuerwehr brachte Leute in die Höhe; die Eligiusgilde hämmerte, was das Zeug hielt, schöne Hufeisen; die Frauen brachten geschmackvoll Gebackenes und Gekochtes; die Getränkestände erfüllten jeden Wunsch; die Jugendlichen zeigten, was eine Harke ist und was ein Pinsel, ein Bagger und eine Schüppe; die Sänger und Instrumentalisten brachten mit Jan Szopinski die Haydn-Orgel-Solo-Messe in großer Brillanz; der Kirchenvorstand hatte ein schönes Dankeschön für die Feuerwehr, die Eligiusgilde und die Höhenretter; Karl-Ludwig van Doornick darf stolz sein auf seine Vorbereitungen und die des Ausschusses zum Dominikanerkloster; die Küster und Kirchenhelfer legten Sonderschichten bis spät in die Nacht ein; die Messdiener richteten sich extra mit ihrer Aktion auf das Festwochenende ein und waren stark vertreten; viele Spender honorierten das fröhliche Grün im neuen Marktfenster mit einer guten Gabe und minderten die leider noch sehr große Finanzierungslücke; viele Beter freuten sich an der festlichen Liturgie und den ausdrucksvollen Texten; viele Gäste nutzten das schöne Ambiente, das der Verein der Freunde Kalkars mit der Eligiusgilde bot; der Musikverein war überaus zahlreich mit vielen jungen Musikern präsent; die Lehrer des Gymnasiums präsentierten mit den Kindern mit sichtlicher Freude das Theaterstück von Karl-Ludwig van Dornick zur Geschichte der Entstehung des Dominikanerklosters; der Förderverein von St. Nicolai hat einen hohen Anteil am neuen Kirchenfenster zur Verfügung gestellt; die Fahnen aller Vereine waren präsent.

Erzbischof Dr. Werner Thissen war sichtlich gern wieder in Kalkar und hat überhaupt nicht ablehnend reagiert, als der Pastor ihm beim Dankeswort unterschob, er wäre nicht ungern in dieser Kirche Pastor geworden. Sehr aufmerksam ging er den Menschen auf dem Kirchplatz entgegen, hatte fröhliche Worte bei allen, denen er die Hand gab, erinnerte sich an frühere Begegnungen und Bekannte, und konnte es in seiner Fußballbegeisterung nicht lassen, auf dem Weg zu seinem Auto noch schnell dem kleinen Torwart den Ball in das Fußballtor zu zirkeln. Nach seinen Gedanken zur Zeit und zur Erleuchtung der in Predigt und Altären gezeigten Glaubensinhalte durch die reiche Musik und Farbigkeit der Fenster (was das „in mir macht“) war am dichtesten aber sein Bekenntnis zu seiner Priesterberufung in Bologna am Grab des heiligen Dominikus. Dass Herzog Johann dort die Idee zum Dominikanerkloster in Kalkar gehabt haben soll, wusste er schon lange aus einem Brief seines Priesterfreundes Josef Perau. Diese persönliche Äußerung machte seine Kalkarer Predigt zu einem echten Zeugnis. Beim Credolied und der Segnung des Fensters musste er in jede Ecke der Kirche, um dort bei den Einzelnen mit dem Weihwasser den Glauben persönlich „aufzufrischen“.
Das dürfen wir an diesem Festwochenende wirklich sagen: Erzbischof Thissen hat den Evangeliumsauftrag wahrgenommen: „Stärke deine Brüder!“ Und dies geschah genauso viel durch die Worte und Gebete wie durch die Gespräche und die lockere Form der Begegnung.

Und vielleicht ist es gar nicht so schlecht, die Dominikanerausstellung in zwei Etappen zu eröffnen: Am Sonntag, dem 30. Juni, werden Guido de Werd und Reinhard Karrenbrock die Kunst aus dem Dominikanerkloster vorstellen und vor allen Dingen die Trauerfiguren Maria und Johannes mit dem original mittelalterlich gefassten Schmerzenskreuz hinten in der Schmerzenskapelle zeigen. Dann wird um 11.00 Uhr die Kirche wieder richtig gefüllt, auch mit vielen auswärtigen Gästen.
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