St. Clemens Gemeinde: Keine weiteren Fusionen

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Der heilige Benedikt rät in seiner Ordensregel den Mönchen, auch auf den Jüngsten in der Gemeinschaft zu hören.

Beim Visitationsgespräch mit den Gremien und Seelsorgern der Pfarrgemeinde St. Clemens mit Weihbischof Wilfried Theising im Kulturhaus Wissel gab am Abend die Anfrage des jüngsten anwesenden Messdieners die Gesprächsrichtung vor. So wurde die Aussprache kein Strukturgerangel oder Schlagabtausch zwischen Bistum und Gemeinde, sondern zu einem Glaubensgespräch über die Sorgen der Ortschaften und die Glaubensprobleme in heutigen Zeiten. Dabei ging es um intensive Sondergottesdienste, die gemeinsame Gottesfeier mit Leuten verschiedenster Interessen genauso wie um Asyl, Caritas und lebensechte Predigten und Liturgiesprache. Dabei zeigte sich der Bischof als aufmerksamer Zuhörer und verständnisvoller Gesprächspartner.
Zuvor hatte Weihbischof Theising an diesem Tag Gespräche geführt mit Pater Bernhard Maria in seinem Ordenshaus in Uedem, mit den Mitarbeitenden der Familienbildungsstätte in Kalkar, mit Pensionär Pastor Helmut Reintjes, mit der Steuerungsgruppe zum gemeinsamen Kalkarer Pastoralplan sowie mit einer Gruppe von acht Firmanden.
In der abgedunkelten Clemenskirche war die Gemeinde aus Grieth, Wissel und Hönnepel am Abend zur Messe versammelt. Die zunächst für Kalkar angedachte und nach Wissel verlegte Eucharistiefeier war von Kalkarer Messdienern und Maltesern als Jugendmesse für beide Gemeinden gestaltet. Eine Jugendliche hatte zur Epheserlesung von der Rüstung des Glaubens einen ziemlich langen handfesten Rap geschrieben, der es in sich hatte. „… Ich hab die Rüstung doch schon an, trage sie bereits mein Leben lang. Die Rüstung der Gerechtigkeit, des Friedens und des Heils. Geboren unter ihrem Schutze, bin ich jetzt dran, ziehe sie heute sichtbar an, damit ich sein kann, Gerechtigkeit, Frieden und Heil. Irgendwas mit Rüstung, darum ging es doch gerade. Hab nicht so genau hingehört, eigentlich schade. Uns ist das Grundgerüst doch gegeben für den Frieden, für das Leben …“

Die Gruppe Saitenwind hatte für die guten Töne gesorgt. Das aus dem neuen Gotteslob und den Taizé-Gesängen gewählte Liedgut trug sehr zur intensiven Erfahrung bei. Am Ende des Tages attestierte Weihbischof Theising der Clemens-Gemeinde, dass zu weitere Fusionen in Kalkar kein Anlass bestehe. Er habe sich in den Gesprächen dieses Tages an den Aktivitäten gefreut. Er sei kein Schwarzseher für die Zukunft der Gemeinden, sondern blicke mit Dankbarkeit auf das, was da ist.
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