Vier Fragen an .... heute: Ulrich Wickert, bekannter und geschätzter Journalist, Korrespondent, Moderator und Zeitzeuge

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Ulrich Wickert (Foto: Dank an Ulrich Wickert)
Ulrich Wickert ist Zeitzeuge und jemand, der die Menschen mit seiner Arbeit, seinen Meinungen und Ausführungen begeistert und wieder für Politik interessieren kann. Viele kennen ihn als herausragenden Moderator, unter anderem in den Tagesthemen. Ulrich Wickert wurde in Japan geboren, studierte Jura und Politikwissenschaften und ist und bleibt eine unverzichtbare Persönlichkeit im deutschen Journalismus.

Auch er war gerne bereit, meine vier Fragen zu beantworten.

1. Herr Wickert, fast alle Bundesbürger und viele Europäer kennen Sie seit
langen Jahren als humorvollen, fairen und intelligenten Journalisten. Liegt
Ihnen die deutsche oder die französische Mentalität näher?

Zwar ist auch Paris mir Heimat und fühle ich mich in Frankreich zu Hause,
dennoch bin ich eben einmal ein Deutscher, so dass ich mich wahrscheinlich
in der deutschen Mentalität besser auskenne. Allerdings gibt es schon
Ansätze in der französschen Mentalität, die ich schätze - und andere, die
ich eher weniger mag. Aber das betrifft die deutsche Mentalität auch. Bei
den Franzosen mag ich besonders deren Leichtigkeit des Seins, deren
alltäglichen Humor und auch die Diskretion gegenüber anderen.


2. Die deutsch-französische Partner- und Freundschaft ist eine sehr
wichtige Säule im Haus Europa. Wo sehen Sie Gefahren, dass diese
Partnerschaft bröckeln und Schaden nehmen könnte?

Gefahren sehe ich im Augenblick wenige. In Umfragen liegen die Deutschen
bei den Franzosen an erster Stelle, wenn nach dem beliebtesten Nachbarn
gefragt wird. Probleme können allerdings dann entstehen, wenn in Frankreich
bei der im kommenden Mai anstehenden Präsidentschaftswahl ein Kandidat
gewinnen sollte, der sich stark anti-europäisch positioniert. Ich sage
bewusst: ein Kandidat, denn Vorsitzende des Front National, Marine LePen
hat keine Chancen, die Präsidentschaftswahl zu gewinnen.


3. Als ehemaliger, erfolgreicher Korrespondent in den USA kennen Sie die
Amerikaner und die amerikanische Politik sehr gut. Wäre es für die EU von
Nachteil, wenn Hillary Clinton es nicht schaffen würde, Präsidentin zu
werden?

Das Verrückte an dieser ziemlich verrückten Wahl in den USA ist, dass sich
nicht vorhersagen lässt, wie Trump als Präsident auftreten würde. Bei
Hillary Clinton wären wir zumindest auf der sicheren Seite, denn sie ist
vorhersehbar.


4.Sie haben in Japan das Licht der Welt erblickt. Hatte die japanische
Lebens- und Denkensweise Einfluss auf Ihr Leben?

Ich habe zwar als kleines Kind fließend Japanisch gesprochen, aber das Land
im Alter von viereinhalb verlassen und nur kurz als Vierzigjähriger noch
einmal besucht.
Mehr als ein gesteigertes Interesse ist aber nicht geblieben.


Ich bedanke mich bei Herrn Wickert ganz herzlich, dass er sich die Zeit genommen hat, in meiner Medienserie mitzumachen und wünsche ihm alles erdenklich Gute und beste Gesundheit.
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Marlies Bluhm aus Düsseldorf | 03.11.2016 | 21:13  
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 04.11.2016 | 00:06  
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Manuela Burbach-Lips aus Dortmund-City | 04.11.2016 | 08:04  
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