60 Millionen Euro! Luftwaffe investiert in die Kasernen

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Kalkars Bürgermeister Gerhard Fonck im angeregten Gespräch mit ranghohen Offizieren des Standortes (Foto: Stabsfeldwebel Arthur Fontani)

Der multinationale Luftwaffenstandort Kalkar / Uedem ist heute eine tragende Säule innerhalb der Luftwaffe und der NATO.

Mit diesen Worten fasste Generalleutnant Joachim Wundrak beim traditionellen Aschermittwoch-Fischessen in der Kalkarer von-Seydlitz-Kaserne Kalkar die Bedeutung des Standortes zusammen. Gemeinsam mit dem Standortältesten Kalkar, Brigadegeneral Bernd Schulte Berge, durfte Wundrak mehr als 160 Gäste auf dem Beginenberg Willkommen heißen. Neben den beiden Garnisonsbürgermeistern Gerhard Fonck aus Kalkar und Rainer Weber aus Uedem, dem Landrat des Kreises Kleve, Wolfgang Spreen, waren auch die beiden Landtagsabgeordneten Margret Voßeler und Holger Ellerbrock nach Kalkar gekommen.

In seiner Ansprache an die Gäste ging General Wundrak auch auf die aktuelle Krise in der Ukraine ein. Die niederrheinischen Standorte in Kalkar und Uedem sind direkt von dem Konflikt betroffen. Der NATO-Gefechtsstand auf dem Uedemer Paulsberg ist für die Sicherung des Luftraumes in ganz Nordeuropa, und damit auch über den östlichen Mitgliedsstaaten Polen, Lettland, Litauen und Estland, verantwortlich. Zwischen September und Anfang Januar hatte ein deutsches Kontingent die Wahrnehmung des sogenannten „Air Policings“ über den baltischen Staaten – die über keine eigenen Luftstreitkräfte verfügen – wahrgenommen. „Dieses Kontingent wurde durch das in Kalkar beheimatete Zentrum Luftoperationen geführt“, so Generalleutnant Wundrak. Der 59jährige Offizier ist sowohl Kommandeur des NATO-Luftverteidigungsgefechtsstandes in Uedem als auch nationaler Kommandeur des Zentrum Luftoperationen.

Positives konnte der General den Gästen im Hinblick auf die Zukunft des Standortes berichten. „In den kommenden Jahren werden bis zu 60 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur in Kalkar und Uedem investiert“, so Wundrak. Davon profitiere unter anderem auch die heimische Wirtschaft ganz erheblich. Die Bundeswehr sei bestens in die Region integriert stellte General Wundrak in seinen Ausführungen weiter fest: „Für dieses positive Umfeld sind wir sehr dankbar.“ Die Schaffung attraktiver Rahmenbedingungen sei für den Standort, aber auch für die Kommunen und den Kreis Kleve, sehr wichtig. „Nur dann“, so Wundrak, „sind Soldaten aus der ganzen Republik, aber auch aus dem Ausland, bereit, mit ihren Familien an den Niederrhein zu kommen.

Mit einem Fischbüffet wurde nach der Ansprache des Kommandeurs die 40-tägige Fastenzeit eingeläutet. Die zahlreichen Gäste aus allen gesellschaftlichen Bereichen der Region nutzten die Gelegenheit zum angeregten Meinungsaustausch.
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