Diskussion um weiterführende Schulen in Kalkar: "Die Anmeldezahlen sind seit Jahren stabil"

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Fragen zum Übergang an die weiterführenden Schulen in Kalkar wurden in dieser Woche heftig diskutiert.

Kalkar. Für die Schulleiter der weiterführenden Schulen in Kalkar war die in den vergangenen Tagen losgetretene Diskussion um die Anmeldezahlen zum Besuch der fünften Klasse wenig erfreulich.

Der Vorwurf: Nur wenige Kinder würden am Gymnasium angemeldet, so wenige gar, dass die Anmeldezahlen nicht reichen würden, um eine Zweizügigkeit sicherszustellen. 50 Prozent der Kinder aus Kalkar gingen nicht zu einer weiterführenden Schule in Kalkar. Dem traten nun sowohl die Schulleiter als auch die Verwaltung entgegen. „Unsere Anmeldezahlen sind stabil“, erklärte Susanne Janssen, Leiterin des Jan-Joest-Gymansiums.


„Die Anmeldzahlen liegen seit Jahren stabil bei rund 72 Kindern. Für das kommende Schuljahr wurden 68 Kinder angemeldet“, so Janssen. Von den 33 Kindern mit einer Gymnasialempfehlung seien 23 in Kalkar, drei zum Besuch der Gaesdonck, einer in Rees, zwei zum Besuch der Mädchenrealschule in Xanten und drei zum Besuch der Gesamtschule in Goch und Xanten angemeldet. Sowohl die Gaesdonck als auch die Mädchenrealschule hätten ein besonderes Profil - und Kinder aus Niedermörmter würden meist zur Schule in Rees wechseln.

"Wir sind ein kleines Gymnasium"

„Wir sind ein kleines Gymnasium, das wissen wir, aber wir haben immer eine Gesamtschülerzahl zwischen 500 und 600“, erklärt Schulleiterin Janssen. Die Klassen seien voll. Die 68 angemeldeten Schülerinnen und Schüler würden auf drei Klassen aufgeteilt. „Darüber werden sich die Eltern sicher freuen“, so Susanne Janssen. Nicht zu vergessen, dass aus den umliegenden Kommunen viele Kinder an Kalkarer Schulen angemeldet würden. Auch die Realschule kann über mangelnden Zulauf nicht klagen. „Die Schule war einmal zweizügig ausgelegt, aber wir arbeiten seit vielen Jahren dreizügig“, sagt die stellvertretende Schulleitwerin, Elke Schmeer. Im Jahr 2014 wurden 78 Kinder zum Realschulbesuch in Kalkar angemeldet, 2015 sind es 76.

Nur wenige Eltern schicken Kinder zur Hauptschule in Rees

Die Kooperation mit der Hauptschule Rees besteht zwar, das Angebot wird allerdings nur von wenigen Eltern genutzt. „Ich mag nicht zu beurteilen, warum Eltern ihre Kinder nicht an einer guten Hauptschule anmelden“, so Bürgermeister Gerhard Fonck. Und sicher hätten sich Rat und Verwaltung mit der Schullandschaft auseinandergesetzt: Weder Sekundar- noch Gesamtschule seien in Kalkar machbar.
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1 Kommentar
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Wilfried van Haag aus Kalkar | 25.04.2015 | 14:48  
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