Kalkar will Gymnasium und Realschule erhalten

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: Petra Vogt, schulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktions (3. v.l.), war extra nach Kalkar gekommen, um die Möglichkeiten der weiterführenden Schulen mit den Eltern und Lehrern sowie den Verantwortlichen von Kalkar und Uedem zu besprechen.
Die CDU-Verbände aus Kalkar und Uedem hatten gemeinsam mit der Frauen Union zu einer Informationsveranstaltung zum Thema weiterführende Schulen in den beiden Kommunen eingeladen. Es herrschte so großer Andrang, dass die Moderatorin Elisabeth Vogel erst verspätet den Bürgermeistern Rainer Weber und Gerd Fonck das Wort für deren Berichte zu den aktuellen Schülerzahlen und Vorgaben erteilen konnte.

Die etwa 100 Gäste verfolgten die ganz aktuellen Zusammenfassungen mit großer Aufmerksamkeit und waren sehr überrascht, als an diesem Abend erstmals die Ergebnisse von gerade erst geführten Gesprächen mit der Bezirksregierung Düsseldorf vorgelegt wurden. Dort hatte man das „Aus“ für einen Teilstandort von weiterführenden Schulen in Uedem mitgeteilt, was alle Beteiligten des Abends sehr bedauerten.

Große Betroffenheit herrscht bei den Kalkarern auch wegen des Auslaufens der Hauptschule, die quasi von den Eltern mit nur vier Anmeldungen abgewählt wurde. Eine gut funktionierende Schule mit engagierten Lehrern und guten Lernerfolgen der Kinder muss daher bald schließen. Nun wird Kalkar wohl diesen Schülern die Stadt Rees empfehlen. Das schließt an eine bewährte Zusammenarbeit an, denn das Gymnasium Kalkar kooperiert seit mehr als 30 Jahren erfolgreich mit dem Gymnasium Rees und viele Förderschulkinder gehen seit Jahrzehnten ebenfalls schon nach Rees.
Folgen der Neuigkeiten aus Düsseldorf sind auch neue Rahmenbedingungen für die weitere Planung. Ohne zweiten Standort macht eine angedachte Sekundarschule keinen Sinn, so die einheitliche Meinung von Eltern, Lehrern und CDU-Fraktion an diesem Abend. Vielmehr gehe es darum, das bestehende Schulangebot aus Realschule und Gymnasium in Kalkar weiter zu stärken. Dafür plädierte auch die schulpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Petra Vogt. Sie bestärkte Kalkarer und Uedemer darin, ihre gut funktionierenden Schulen weiter zu stützen. „Neue Schularten sind kein Allheilmittel. Sie entpuppen sich oft als Wundertüten, in denen auch Nieten stecken können“, so Vogt.

Wie gut beide Schulen in und um Kalkar angenommen werden, zeigen die hervorragenden Anmeldezahlen in diesem Jahr: Für das Jan-Joest-Gymnasium haben sich 74 Schüler neu angemeldet und für die Realschule 69. Das bildet eine solide Basis dafür, dass das Gymnasium und die Realschule feste Größen in der Schullandschaft bleiben.

Der Info-Abend trug sehr dazu bei, die verschiedenen Schulformen kennenzulernen, aber auch die Grenzen des Machbaren für kleinere Kommunen wie Uedem und Kalkar angesichts des demographischen Wandels aufzuzeigen. Die CDU setzte mit dem Abend ihre Reihe der sachlichen Bürgerinformation fort und freute sich über die große Resonanz.
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