Meine Serie im Lokalkompass im Wahlkampf 2015 .... Drei Fragen an: Heute .... Birgit Mosler, Kalkar ....

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Birgit Mosler, Bürgermeisterkandidatin in Kalkar
Birgit Mosler tritt in der historischen Stadt Kalkar als Kandidatin für die Sozialdemokraten und für die Freien Demokraten an. Verstehen - verbinden - verbessern .... mit dieser Einstellung möchte sie im September ins Kalkarer Rathaus einziehen. Hier meine Fragen mit den Antworten:


1. Wo sehen Sie als Bürgermeisterin den größten Handlungsbedarf in der Kalkarer Politik?

Im Rathaus müssen zukünftig mit den derzeitigen schwierigen Mehrheitsverhältnissen richtungsweisende Entscheidungen getroffen werden. Viele Bürger sind in ihren Erwartungen in den politischen Wechsel enttäuscht worden. Es ist nicht gelungen, umfassende neue Ideen umzusetzen.
Wir brauchen Konzepte und Leitlinien, neue Ideen, die unsere Stadt langfristig zukunftsfähig machen. Vorausschauend agieren, statt einfach nur verwalten, heißt die Devise. Aber die Mehrheitsverhältnisse und die Arbeitsatmosphäre im Rat sind - vorsichtig ausgedrückt - schwierig. Eine parteiunabhängige Bürgermeisterin kann hier, aus meiner Sicht, verbindend wirken. Ich kann Menschen und Standpunkte zusammen bringen, Akzeptanz und Kompromisse schaffen und zur Zusammenarbeit und zum Erreichen gemeinsamer Ziele motivieren.


2. Welche Möglichkeiten sehen Sie, die angespannte Haushaltslage mit welchen Mitteln zu entspannen?

Für die Konsolidierung des Haushaltes gibt es zwei Möglichkeiten: Ausgaben reduzieren oder Einnahmen erhöhen. Einnahmeerhöhungen durch eine zusätzliche Belastung der Bürger möchte ich vermeiden, dann schon lieber offensiv unsere bestehenden Gewerbeflächen vermarkten und neue Flächen ausweisen. Ich möchte die Betriebe vor Ort durch regelmäßige Gesprächskreise unterstützen, eine Nachnutzung für Wöhrmann finden. Wir haben sehr viel nicht genutztes Entwicklungspotenzial im gesamten Stadtgebiet, dieses gilt es mit den Bürgern, der Politik, der Wirtschaft und der Verwaltung zu nutzen und so unsere Stadt für uns alle attraktiver zu gestalten. So bleiben wir auch weiterhin als lebendiger Wohnort interessant, auch für möglichen Zuzug.
Aus meiner Sicht gibt es nicht mehr viele Ansatzmöglichkeiten zum Sparen. Die prekäre Lage, durch die Haushalts- und Wirtschaftspolitik des bisherigen Bürgermeisters und seiner Fraktion entstanden, ist nicht kurzfristig zu korrigieren. Was in einer 50-jährigen CDU-Mehrheit entstanden ist, werde auch ich nicht in 50 Tagen oder Wochen ändern können.
Prestigeobjekte können wir uns nicht mehr leisten. Alle Ausgaben sowie der Gebäudebestand und die Infrastruktur sind auf Nachhaltigkeit zu prüfen. Ich werde gemeinsam mit Bürgern, Politik und Verwaltung eine Dringlichkeitsliste für notwendige Investitionen erstellen. Wir werden aufgrund der angespannten Haushaltslage dann projektbezogen Gelder in einem möglichen Umfang einstellen und die Liste dann abarbeiten. Passend zu bestehenden Förderkulissen werde ich versuchen, zusätzlich Gelder einzuwerben. Wobei Laufzeiten und Eigenanteile hier der begrenzende Faktor für den Umfang sein werden. Wichtig erscheint mir, auch hier die Bürger mit ins Boot zu nehmen.


3. Kalkar als Naherholungsort, als Kultur- und Freizeitkommune - wo sind da brachliegende Kapazitäten, die man wecken kann?

Kultur und Tourismus muss innerhalb der Politik und Verwaltung einen anderen Stellenwert bekommen. Wir müssen die Möglichkeit für mehr Personal in diesem Bereich genauso prüfen wie zum Beispiel die Aufgabenzuordnung innerhalb der Ratsausschüsse. Wichtiger als Neuansiedlungen von weiteren Gastronomiebetrieben ist es, vorhandene Unternehmen zu fördern und in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Durch eine bessere Zusammenarbeit mit der Unternehmer- und Werbegemeinschaft „Kalkar aktiv“ lassen sich Synergieeffekte erzielen. Kalkar als Gourmet-Stadt hat auf Dauer nur Erfolg, wenn auch das Umfeld einladend ist. Möglich wäre hier die Erweiterung des Angebotes um interessante Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, welche das Angebot der Stadt auch für neue Zielgruppen noch attraktiver gestalten würde. Wir sollten die einmalige Kulisse unseres Marktes, die attraktive Innenstadt nutzen um dort Theater, Musik und Kleinkunst anzubieten. Dies ist ohne große Investitionen möglich, es bedarf nur etwas Kreativität und Engagements. Hier ist es notwendig auch als Stadt umzudenken. Die Natur, welche uns umgibt, wird für den Tourismus außerhalb der Fahrradrouten kaum genutzt. Hier kann man mit Sicherheit noch neue Ideen entwickeln. Eine finanzierbare und attraktive Lösung für das ehemalige Klostergelände Dominikaner-Bongert steht ebenfalls noch aus. Langfristig müssen auch Investoren für die Um- und Ausgestaltung des Erholungs- und Freizeitgebietes der Wisseler Seen gefunden werden. Und auch durch eine engere Zusammenarbeit mit dem größten Arbeitgeber in Kalkar, dem „Wunderland“ mit Freizeitpark, Messe und vielen Events, lassen sich noch vermehrt Synergieeffekte auch für eine Erweiterung des kulturellen Angebotes finden . Gerade in diesem Bereich gibt es ein enormes Entwicklungspotential, welches die Wirtschaftskraft und Lebensqualität der Stadt generationsübergreifend verbessern kann.
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1 Kommentar
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 29.08.2015 | 11:11  
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