Meine Serie im Lokalkompass im Wahlkampf 2015 .... Drei Fragen an .... Heute: Gerhard Fonck, CDU

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Gerhard Fonck, seit 1999 Bürgermeister von Kalkar, hier im Park von Haus Horst Kalkar
Gerhard Fonck ist Altkalkarer und seit dem Jahr 1999 Bürgermeister der historischen Stadt Kalkar. Auch am 13. September diesen Jahres möchte er für eine weitere Amtszeit gewählt werden.

Hier die drei Fragen mit den Antworten von Gerhard Fonck:

Frage 1: Wo sehen Sie in den Bereichen Finanzen, Wirtschaft und Haushalt die größten Herausforderungen für die Nicolaistadt Kalkar?

Bei den Finanzen der Stadt - und damit angesprochen ist auch der Haushalt – ist die größte Herausforderung, das Heft des Handelns in der Hand zu halten. Und dazu gilt es eine formale Haushaltssicherung zu vermeiden. So haben wir auch kontinuierlich Schulden getilgt. Zur Stärkung des Haushalts gilt es jedoch weiterhin daran zu arbeiten Ausgaben zu reduzieren und Einnahmen zu erhöhen. Bei der Ausgabenreduzierung spielt das Facility Management eine bedeutende Rolle. Hier gilt es festzustellen, welche städtischen Gebäude nicht mehr vorgehalten werden müssen. Dem Rat der Stadt liegt dazu bereits eine Gebäudezustandsbeschreibung zur Beratung vor. Bei der Einnahmesteigerung möchte ich weiterhin schwerpunktmäßig die Wirtschaft stärken, um einerseits Arbeitsplätze zu sichern und auszubauen und andererseits damit das Gewerbesteueraufkommen zu steigern. Dazu braucht es die Ausweisung neuer Gewerbeflächen. Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch die Verbesserung der Infrastruktur und hier insbesondere den Ausbau der B67n von Kehrum bis zur A57. Auch die Anbindung des neuen Fachmarktzentrums an die Innenstadt ist für mich wichtig, weil dies nicht nur städtebaulich ein Gewinn wäre, sondern zusätzlich den Handel, die Dienstleistung und die Gastronomie im historischen Stadtkern wirtschaftlich stärkt. Dazu gilt es den hohen Wohn- und Freizeitwert der Stadt zu erhalten, damit Einwohnerzuwachs generiert werden kann – auch in Zeiten des demografischen Wandels. Wir müssen als Stadt attraktiv bleiben von der Kinderbetreuung, über das Schul- und Bildungsangebot, mit Arbeitsplätzen bis hin zur guten Versorgung unserer Senioren.



Frage 2: Wie sind Ihre Visionen und Vorstellungen zum Ausbau von Kultur, Intregration und Sport in Kalkar?

Die Bereiche Kultur, Integration und Sport sind sehr stark vom Ehrenamt geprägt. Und das ist gut so. Denn diese Aufgaben könnte die Stadt nur schwerlich mit hauptamtlichen Mitarbeitern erledigen. Beispielhaft seien hier erwähnt die Ausrichtung von Stadtfesten wie auch die vielen Vereinsveranstaltungen, ob im sportlichen, musikalischen oder sonstigen Bereich. Es gilt folglich den ehrenamtlichen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger weiterhin bestmöglich zu motivieren, zu unterstützen und zu stärken. Insbesondere die wertvolle Jugendarbeit die dabei geleistet wird ist durch nichts zu ersetzen. Und so werde ich – wie bereits in der Vergangenheit geschehen – dafür eintreten, dass diese Bereiche nicht mit Kosten, wie z.B. Hallennutzungs- oder Platzgebühren, belegt werden. Derzeit beschäftigt uns zudem die stark steigende Anzahl asylsuchender Menschen und Flüchtlinge. Auch hier werde ich das hohe ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger unterstützen, wie den kürzlich gegründeten Arbeitskreis zur Bewältigung der anstehenden Aufgaben im Rahmen der Betreuung dieses Personenkreises. Nur durch dieses Engagement kann Hilfeleistung gut koordiniert werden, beispielsweise bei der Einrichtung von Wohnungen, die Versorgung mit Kleidung oder auch die Einrichtung von Sprachkursen. Insgesamt gilt es für die Bereiche Kultur, Integration und Sport festzuhalten, dass neben der Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements die Stadt die notwendigen sachlichen Voraussetzungen bedarfsgerecht vorhält. Wünschenswert wäre es für Kalkar sicherlich auch noch, weitere Veranstaltungen auf dem Marktplatz – gerade wegen des herausragenden Ambientes – durchzuführen. Hierzu würde ich gerne entsprechenden Veranstaltern die Möglichkeit bieten.




Frage 3: Wie kann man zukünftig gemeinsame Projekte mit den Nachbarstädten planen und umsetzen?

Die interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbarkommen erfolgt bereits bei verschiedenen Aufgabenerledigungen im Verwaltungsbereich, wie beispielsweise die Führung der Stadtkasse in einem Kassenverband mit fünf Kommunen oder auch die Durchführung des ordnungsamtlichen Bereitschaftsdienstes außerhalb der regulären Dienstzeiten der Verwaltung. Auch die Abwasserbehandlung erfolgt interkommunal beim Abwasserbehandlungsverband Kalkar-Rees. Aber auch der Bau- und Betriebshof arbeitet, z.B. beim Geräteeinsatz, mit benachbarten Kommunen zusammen. Um zukünftig noch weitere Synergien zu erreichen gilt es jedoch auch weiterhin zu prüfen, wo zusätzlich noch optimiert werden kann. Einen Schwerpunkt sehe ich dabei in einer noch stärkeren Vernetzung und gemeinsamen Aufgabenwahrnehmung im Tourismusbereich. Hier gilt es, vorrangig förderfähige Projektideen gemeinsam mit anderen Kommunen zu entwickeln und umzusetzen.
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2 Kommentare
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 06.09.2015 | 18:54  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 06.09.2015 | 18:59  
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