Vier Fragen an .... heute: Freddy B. Heinzel, u.a. Honorarkonsul des Königreiches der Niederlande ....

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Honorarkonsul der Niederlande, Freddy B. Heinzel (Foto: übermittelt durch Herrn Heinzel (Heinzel/Strick))
Die Aufgabenvielfalt und die Aufgabenbereiche von Herrn Freddy Heinzel sind übergroß. Ich möchte hier an dieser Stelle nur einige nennen: Vorsitzender des deutsch-niederländischen Businessclubs, Mitglied in der deutsch-niederländischen Rechtsanwaltsvereinigung, Mitglied im Deutschen Anwaltsverein, Mandatsträger der CDU im Kreistag Kleve, außerdem tätig für die Euregio Rhein-Waal, für den Lionsclub Emmerich-Montferland u.v.m.

Die Weiterentwicklung und Förderung von Wirtschaft und Unternehmen in den Grenzregionen Niederlande-Deutschland liegt ihm besonders am Herzen.

Auch als vielbeschäftigter Mitmensch war er selbstverständlich sehr gern bereit, die vier Fragen zu beantworten.


1. Wo sehen Sie noch brachliegende Kapazitäten in der deutsch-niederländischen Wirtschaft im Grenzgebiet?

Brachliegende Kapazitäten gibt es im Bereich der Gesundheits-und Altenpflege, Kindergärten und Kindertagesstätten (insbesondere mit zweisprachiger Betreuung), Tourismus und Gastronomie, Handwerk.



2. Eine enge Kooperation deutscher und niederländischer Unternehmen müßte doch auch weitere, neue Arbeitsplätze in grenznahen Regionen schaffen. Ist dies so?

Nicht ohne weiteres ! Zunächst einmal wird jeder Unternehmer versuchen seine grenzüberschreitenden Gehversuche mit seinem bestehenden Personal abzudecken. Erst wenn die ersten Gehversuche erfolgreich sind und die anfänglichen Aktivitäten strukturelle Formen annehmen (Gründung von Zweigniederlassungen, Übernahme von Unternehmen) entsteht Bedarf für neues Personal. Für Arbeitnehmer im Grenzgebiet ist dies natürlich eine besondere Chance da nur diese häufig vertraut sind mit den Gepflogenheiten auf beiden Seiten der Grenze.


3. Man sagt, in den niederländischen Unternehmen praktiziert man im allgemeinen ein arbeitnehmerfreundliches Miteinander. Haben Sie da entsprechende Erfahrungen gemacht?

Niederländische Arbeitgeber sind nicht arbeitnehmerfreundlicher als ihre deutschen Kollegen. Die Hierarchien sind nur flacher. Die Unternehmen im KMU-Bereich sind regelmäßig kleiner als die deutschen Unternehmen. Der Umgangston ist wesentlich weniger förmlich (duzen) und Chefs sind in der Regel direkt ansprechbar.



4. Grenzüberschreitende Neugründungen von Unternehmen, wohin gehen da die Tendenzen in den nächsten Jahren?

Da die Digitalisierung ein den Niederlanden wie Fachleute sagen 5-10 Jahre weiter entwickelt ist als in Deutschland sind vor allem Web-Shops und Internetunternehmen bei den niederländischen Neugründungen in Deutschland hoch im Kurs. Andererseits genießt das deutsche Handwerk in den Niederlanden einen sehr guten Ruf. Ansonsten ergibt sich die Antwort auf diese Frage aus der Essenz der Antwort zu 1).
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2 Kommentare
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Gudrun Wirbitzky aus Bochum | 05.01.2016 | 23:19  
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 06.01.2016 | 17:26  
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