Vier Fragen an .... heute: Hans-Josef Kuypers, Kreiswirtschaftsförderung Kleve

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Hans-Josef Kuypers, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve
Hans-Josef Kuypers ist Leiter und kompetente Führungskraft der Kreiswirtschaftsförderung Kleve. Er ist somit verantwortlich für die vielfältigen Aufgaben dieser Einrichtung. Auch er war gerne bereit, meine vier Fragen zu beantworten.


1. Wo liegen im Kreis Kleve noch brachliegende Kapazitäten im Bereich von Unternehmensgründungen und -übernahmen?

Detailliert lässt sich eine solche Frage schwerlich beantworten. Die meisten guten Gründer-Ideen gibt es für den Dienstleistungsbereich, während es im örtlichen Einzelhandel immer schwieriger wird, die richtige, auch rechenbare Nische zu finden. Alles, was mit den jungen IT-Berufen verbunden ist, das hat Perspektive. Bei den Unternehmensnachfolge-Herausforderungen ist es wichtig, dass die handelnden Personen eine gemeinsame Vertrauensbasis finden, und zwar neben aller fachlichen Voraussetzung des neuen Firmenchefs. Bis zum Jahr 2018 erwarten uns im Kreisgebiet - glauben wir der Statistik - noch 750 Nachfolger-Suchen. Und zwar in den verschiedensten Branchen. Selbstverständlich können sich die Gesprächspartner der Kreis-WfG darauf verlassen, dass wir Diskretion wahren. Hier nur ein Hinweis: Derzeit suchen wir einen Nachfolger für einen mittelständischen Betrieb mit industrieller Fertigung. Der Kapitalbedarf allerdings ist eine deutliche Herausforderung.



2. Besteht für die Zukunft Aussicht, hochqualifizierte ältere Arbeitssuchende in den 1. Arbeitsmarkt dauerhaft einzugliedern?

Diese Aussicht besteht umso mehr, je deutlicher wir den Fachkräftemangel in der Region zur Kenntnis nehmen müssen. Die Klagen über Probleme dieser Art werden lauter. Meine Meinung: Die Aussicht besteht.



3. Wie kann man den Kreis Kleve für den Tourismus noch attraktiver machen?

Wir müssen es schaffen, die Zusammenarbeit zwischen der Niederrhein Tourismus GmbH, der Kreis-WfG und den Städten und Gemeinden dahingehend zu intensivieren, dass die Einsicht in der Hotellerie und bei den DEHOGA-Partnern zu einer Fortsetzung der erfolgreichen, insbesondere von den Kreisen finanzierten Marketing-Kampagne des Niederrhein-Tourismus wächst. Sie hat uns deutlich weiter gebracht. Das eingesetzte Geld für die Werbekampagne wird zurückfließen, davon bin ich überzeugt.



4. Wie hoch ist die Chance, auch Flüchtlinge aus den Gebieten Vorderasiens in Ausbildungs- und dauerhafte Arbeitsplätze zu integrieren?

Die Chancen wachsen mit der Qualität der deutschen Sprache. Wir alle sollten verstehen, dass die Struktur der Arbeitsabläufe in den Betrieben unserer Region in der Regel störungsfreien Austausch notwendig macht. Das gilt übrigens nicht nur für die Flüchtlinge, das Erfordernis besteht auch für die Studierenden der Hochschule Rhein-Waal.


Ich bedanke mich recht herzlich bei Herrn Kuypers.
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3 Kommentare
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Myriam Weskamp aus Castrop-Rauxel | 22.01.2016 | 17:20  
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 22.01.2016 | 19:12  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 22.01.2016 | 20:17  
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