Was ist bloß los .... bei den Sparkassen? Meine Sichtweise .... nach fast 44 Dienstjahren

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Den Medien entnimmt man immer häufiger Meldungen und Beiträge über Filial- und Geschäftsstellenschließungen bei den öffentlich-rechtlichen Sparkassen. Einen sehr interessanten und gut recherchieren Bericht konnte man beim TV-Sender Phoenix am 16. März diesen Jahres erleben, hier der Link:

http://programm.ard.de/TV/Themenschwerpunkte/Dokus...

Auch in unseren Breiten diskutierten Kunden, Bürger und Fachleute in den letzten Wochen über Fusionen und Filialschließungen der Sparkasse Kleve, im Ortsteil Rindern gingen Menschen auf die Straße, um für den Erhalt "ihrer" Sparkasse(nzweigstelle) zu demonstrieren ....

Was sind denn eigentlich die Gründe für Maßnahmen wie die Schließung von Geschäftsstellen und Fusionen?

Die Sparkassen sind Anstalten des öffentlichen Rechts, d. h. die Eigentümer dieser Kreditinstitute sind Kreise, Städte oder Gemeinden. Bei der Sparkasse Kleve liegen die Eigentumsverhältnisse so, dass der Kreis Kleve Zwei-Drittel-Eigentümer, die Stadt Kleve Ein-Drittel-Eigentümer ist. Mit anderen Worten könnte man auch sagen, die Sparkassen gehören dem Bürger, dem Kunden und dem Wähler.

Somit besteht der wesentliche Teil des Aufsichtsrates (hier Verwaltungsrat genannt) aus Vertretern der Politik. Dass diese Menschen nur selten Fachleute im Bankwesen sind, auch nicht oft im Finanz- und Wirtschaftswissen sehr gut geschult wurden, ist bekannt. Hier liegt m. E. einiges in der Schieflage.

So wie ein Banker wohl kaum die Arbeit eines Kraftfahrzeug-Meisters kontrollieren und beaufsichtigen kann, so können nur Finanz- und Bankfachleute einen von der Politik bestellten und gewählten Vorstand kontrollieren.

Zum Thema Schließungen kann man mit Sicherheit die Meinung vertreten, dass besonders die Sparkassen vor Ort präsent sein müssen, auch in den Vororten und Randgebieten der Landkreise und Städte kann man mit Berater- und Beratungskompetenz punkten, nicht mit der Schließung von Zweigstellen und dem Weggang von den Menschen. Gewinne und Erträge einfahren sollte man durch sehr gute Produkte und hervorragende Beratung am Markt, nicht durch Senkung von (Personal-)Kosten allein. Ausgezeichnet ausgebildete Mitarbeiter in Zentrale und Zweigstellen sind das eigentliche Kapital einer Sparkasse.

Wenn es um die Senkung von Personalkosten geht, sollte man (auch und besonders von der Politik) den Rotschrift bei den Vorständen ansetzen, die deutlich mehr Einkommen vereinnahmen als Bürgermeister von mittelgroßen und großen Kommunen, auch weitaus mehr als die Bundeskanzlerin.

Zur angedachten Fusion sollte man die Frage stellen dürfen: Warum hat der Kreis Kleve bei der rechtsrheinischen Sparkasse Emmerich, bei dem er weder Eigentümer noch Gewährträger ist, 10 Millionen Euro "investiert". Hier könnte sich für mich die Frage ergeben: Sollen die beiden anderen Sparkassen durch eine Fusion diese Sparkasse stützen?
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 17.03.2016 | 19:00  
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Volker Dau aus Bochum | 17.03.2016 | 19:53  
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Armin Mesenhol aus Kamp-Lintfort | 17.03.2016 | 20:40  
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Elisabeth Jagusch aus Schermbeck | 18.03.2016 | 12:11  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 18.03.2016 | 12:32  
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Reiner W. Dzuba aus Lünen | 19.03.2016 | 00:21  
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Willi Heuvens aus Kalkar | 19.03.2016 | 08:11  
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Siegmund Walter aus Wesel | 15.09.2016 | 21:54  
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Reiner W. Dzuba aus Lünen | 16.09.2016 | 02:13  
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Siegmund Walter aus Wesel | 16.09.2016 | 19:13  
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Reiner W. Dzuba aus Lünen | 19.09.2016 | 02:59  
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