"Wir haben leider auch Fehler gemacht"

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Das Foto zeigt v.l.n.r.: Astrid Biesemann, Dr. Günther Bergmann, Leo Köster, Klaus-Dieter Leusch und David Kerkerhoff
Der CDU in Kalkar fehlt es wahrlich nicht an politischen Mitbewerbern: SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen, FBK und neuerdings auch das Forum Kalkar. Trotzdem wollen Christdemokraten bei der Kommunalwahl am 25. Mai wieder die absolute Mehrheit erreichen.
"Ohne die absolute Mehrheit der CDU hätte Kalkar schon längst ein Haushaltssicherungskonzept", sagte Fraktionschef Dr. Günther Bergmann auf der Bilanzpressekonferenz der Fraktion, bei der die Finanzlage der Stadt im Mittelpunkt stand. "Vor zehn Jahren hatte Kalkar noch 13 Millionen Euro Altschulden, heute sind es nur noch 7,4 Millionen", so Bergmann. Alleine die Zinseinsparungen lägen bei 500.000 Euro. Große Sprünge kann sich die Stadt weiterhin nicht erlauben. "Wir haben keine freie Spitze, das Defizit beträgt immer noch zwei Millionen Euro jährlich". Deshalb hält Bergmann auch nichts davon, die Gewerbesteuer einzufrieren. "Dann sinken gleich die Schlüsselzuweisungen des Landes", nennt Bergmann solche Vorschläge "Volksverdummung".
Stolz ist die CDU-Fraktion darauf, dass sich so viele Unternehmen in den letzten Jahren in Kalkar angesiedelt haben. Zwar ist der Industrie- und Gewerbepark (bis auf 12.000 Quadratmeter) vermarktet, aber schon in Kürze steht der Baubeginn für das neue Gewerbegebiet Kalkar-Ost an.
Keineswegs zufrieden war die CDU mit dem Einzelhandelskonzept. Bergmann: "Das war sehr deprimierend." Viel Millionen wurden wurden in den letzten Jahren in die Sanierung der Schulgebäude gesteckt. Trotzdem gibt es weitere Vorhaben. Den Bau einer Mensa im Schulzentrum etwa soll in der nächsten Wahlperiode auf den Weg gebracht werden.
Noch vor der Wahl werden an die Bürger unterschiedliche Themenblätter verteilt und das neue 10-Punkte-Programm vorgestellt. Darin übt die CDU auch ungewohnt offen Selbstkritik an ihrer bisherigen Informationspolitik: "Wir haben mit unseren Informationen nicht jeden erreicht und manchmal verpasst, jeden Schritt genügend zu erklären und somit leider auch Fehler gemacht - wie jeder von uns. Aber wir haben gut zugehört und wollen, dass sich die Bürger noch öfter einbringen."
Trotzdem mangelt es nicht an Selbstbewusstsein: "Die absolute Mehrheit der CDU hat Kalkar gut getan", so Bergmann.
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