Aufstehen statt Jammern! - Kamener Autoren Martina Bracke und Jochen Ruscheweyh glauben an ihre Seseke-Heimat

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Schreibt vor und für Kamener Kulisse und Menschen in authentischer Sprache: Der Autor Jochen Ruscheweyh. (Foto: privat)
Kamen: Kamen |

Die beiden Kamener Autoren Martina Bracke und Jochen Ruscheweyh haben eine enge Beziehung zur Region. Wir nahmen die Veröffentlichung ihrer neuen Geschichten im Buch „Gemeinsam grundverschieden“ (Schreiblust-Verlag) zum Anlass, um mit ihnen über die Sesekestadt zu sprechen.

Martina Bracke, die das Dortmunder Theater im Depot mitgeleitet und als stellvertretende Leiterin des dortigen Kulturbüros die regionale Kultur geprägt hat, mag Methler sehr, „denn hier bin ich geboren und hatte eine schöne, unbeschwerte Kindheit“. Mit vierzehn Jahren übernahm sie die Leitung der Pfarrbücherei in der St. Mariengemeinde, durfte neue Bücher einkaufen und organisierte Vorlesestunden.
Nicht weit entfernt schätzt Autor Jochen Ruscheweyh das Wohnen in einer Zechensiedlung in Kamens Mitte: „Früher habe ich die Fackel und den Hörder Kühlturm von Hoesch vom Fenster aus gesehen, jetzt den Förderturm. Außerdem mag ich die renaturierte Seseke, die Lage zwischen den Autobahnen und dass ich eigentlich alles mit Rad oder Zug in der Nähe habe“.
Was die Kultur in Kamen betrifft sind sich beide Lokalmatadoren einig. „Wenn ich etwas schlecht finde, sollte ich mich dafür einsetzen, dass es besser wird. Mache ich das nicht, kann es nicht so schlecht sein“, proklamiert Ruschewyh. Die Kulturexpertin Bracke unterstreicht: „Jede Stadt muss ihren eigenen Weg finden und vielleicht muss das auch, wie beim Dortmunder Depot, aus der Mitte der Kulturschaffenden passieren“. Zudem schätzt sie die Kamener Konzertaula und Kollegen wie Heinrick Peuckmann.
„Geschichten mit Regionalbezug hatten immer einen hohen Gähnfaktor. Das hat sich glücklicherweise stark geändert“, weiß Ruschweyh, der mit Storys über eine fiktive Metalband im Ruhrgebiets- und Szeneslang die Region immer wieder thematisiert. Auch er meint: „Wenn man lange penetrant an einer Sache dranbleibt, kriegt man am Ende, was man will“.
Die neuen Geschichten der beiden Kamener sind gerade in der Sammlung „Gemeinsam grundverschieden“ mit Frauen- und Männerbeziehungsthemen im Schreiblust-Verlag erschienen.
Die beiden Interviews mit den Autoren aus Kamen gibt es in kürze und kompletter Länge ebenfalls auf www.lokalkompass.de/kamen zu lesen.
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