27 Millionen Euro für Weiterbetrieb der GSW-Einrichtungen nötig

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Ob es im Kamener Hallenbad auch weiterhin eine Pool-Party geben wird, ist derzeit völlig offen. (Foto: GSW)
Kamen: Stadtspiegel |

27 Millionen Euro: So viel wird benötigt, um den Betrieb von Hallen- und Freibädern, sowie der Eishalle der Gemeinschaftsstadtwerke Kamen, Bönen, Bergkamen (GSW) für die nächsten 25 Jahre aufrecht zu erhalten.

„Die Substanz der Bäder neigt sich ihrem Lebensende zu“, erklärt Timm Jonas, Pressesprecher der GSW. Jetzt werden technische Gutachten in Auftrag gegeben. „Wir werden eine Fachfirma beauftragen, ein Konzept zu entwickeln.“

2004 kamen noch 459.077 Kamener und Bergkamener in die Freizeiteinrichtungen der GSW. Im vergangenen Jahr war die Zahl auf 380.388 gesunken. Den deutlichsten Rückgang gab es bei den Freibädern: 2004 waren es 123.170 Badbesucher, 2013 nur noch 79.721. Die GSW muss etwa im Kamener Freibad für jeden Besucher 13,56 Euro drauflegen.

Ein Problem ist laut GSW der demografische Wandel. „Vereine und Verbände merken genau so wie wir, dass es immer weniger Kinder gibt“, erklärt Jonas. Deutlichen Einfluss habe auch ein verändertes Freizeitverhalten der Jugendlichen. So genannte Spaßbäder sieht er weniger als Problem: „Viele nutzen in ihrer Freizeit andere Möglichkeiten als ein Schwimmbad.“ Trotzdem will er nicht ausschließen, dass es bei Umbauten auch in Richtung Spaßbad gehen könnte.

Dass heutzutage immer weniger Kinder schwimmen können, wäre ein weiterer möglicher Grund für schwindende Besucherzahlen. Eine Folge des demografischen Wandels wirkt sich ebenso auf die Besucherzahlen aus: Da es weniger Schüler gibt, werden häufig Klassen zusammengelegt, was auch die Nutzungszeiten in unseren Bädern verringert.

Das IG BCE-Regionalforum sagt dazu unter anderem: „Es soll darauf geachtet werden, dass jung und alt die Möglichkeiten haben, ihrem Schwimmvergnügen nachzukommen. Es muss eine Mischung aus Frei- und Hallenbad sein.“

Ob eine der Einrichtungen geschlossen wird, ist laut GSW noch offen. „Von Seiten der Kommunen muss jetzt entschieden werden, was man bereit ist zu investieren oder worauf man verzichten will“, so Jonas. „Wo die Reise hingeht, ist noch völlig offen.

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