Die Löcher kommen immer wieder: Straßenschäden zu beseitigen ist oft Sisiphusarbeit

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(Foto: privat)

„4.000 Holes in Blackburn, Lancashire“ singen die Beatles in „A Day In The Life“: Ganz so schlimm ist es nicht, aber: „Die Lage ist bescheiden“, sagt Kamens Pressesprecher Hanno Peppmeier über die Schlaglöcher in der Sesekestadt. „Wir sind das ganze Jahr beschäftigt, nicht nur nach der Frost­periode.“ Er bezeichnet die Aufgabe als Sisiphusarbeit, da immer wieder neue Löcher dazukommen oder die alten wiederaufbrechen.

„Zum Glück war dieser Winter zwar lang, dafür aber nicht so hart“, so Peppmeier. Ein besonderes Problem ist ein Wechsel von Frost- und Tauperioden, da dadurch Schlaglöcher (auch Ausbruch genannt) entstehen. Durch häufigen Wechsel von Gefrieren und Auftauen können in kurzer Zeit durch Frostaufbrüche bis zu knöcheltiefe Ausbrüche auf den Straßen entstehen.

Die Stadt Kamen plant zwei große Projekte, um die Schlaglochzahl etwas einzudämmen: Die Derner Straße soll neu aufgebaut werden. „Dort soll es keine Flickschusterei mehr geben“, bekräftigt Peppmeier. Auch die Germaniastraße in Methler bekommt ein neues Asphaltkleid. Die meisten Straßen werden mit DSK-Maßnahmen (Dünne Schichten in Kaltbauweise) repariert. Die Schichtdicke beträgt meist nur einen Zentimeter. Dies eignet sich eher für Wohngebiete und nicht für die stark befahrene Germaniastraße. „Die Kosten für einen Neuaufbau sind wesentlich höher als beim DSK-Verfahren, dem wir oft den Vorzug geben müssen“, so Peppmeier. „Daher bleiben uns viele Schlaglöcher erhalten.“ Den Ärger der Bürger kann Peppmeier verstehen. „Uns fehlen aber die Mittel.“

Auch andere Straßen in Kamen werden repariert, teilweise vom Kreis Unna. Die Mühlenstraße etwa weißt viele Queraufbrüche auf, wie Jürgen Busch, Sachgebietsleiter Tiefbau, erklärt. „Generell haben wir die Situation in Kamen, Bergkamen und Bönen aber ganz gut im Griff“, sagt er, auch mit Blick auf den vergleichsweise milden Winter. „Der Frost-/Tau-Wechsel vor einigen Jahren war extremer.“
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