"Endlich wieder laufen": Kamener Arzt operiert Kind aus Angola

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Drei, die sich (auch ohne Worte) prima verstehen: Chefarzt Dr. Dieter Metzner, der elfjährige Ernesto (l.) und der erst siebenjährige Manuel. Foto: privat

Manuel ist ein kleiner Wirbelwind und saust über die Flure der Kamener Klinik. Kaum zu glauben, dass der Siebenjährige, als er Anfang November in das Hellmig-Krankenhaus kam, vor Schmerzen nicht mehr laufen konnte. Jetzt ist er operiert und kann wieder lachen.

Der aus dem afrikanischen Angola stammende Junge litt unter einer chronischen Knochenvereiterung des Oberschenkels, die in seiner Heimat nicht behandelt werden konnte. Über die Organisation "Friedensdorf International" gelangte Manuel nach Kamen zu Dr. Dieter Metzner - zusammen mit dem elfjährigen Ernesto, dessen Oberschenkelknochen ebenfalls chronisch vereitert war und der zudem unter schweren Hüftgelenkproblemen und einer Verkürzung des rechten Beines leidet.

Manuel (7) und Ernesto (11) kamen ohne ELtern, dafür mit Schmerzen

Die Jungen kamen direkt mit dem Flieger aus Angola - ohne Eltern und ohne Deutschkenntnisse aber mit großen Schmerzen und voller Angst.
Entsprechend schwierig waren die ersten Tage. "Zu Anfang hatten beide schlimmes Heimweh", erinnert sich Dr. Metzner.
Zweimal operierte er den siebenjährigen Manuel, dreimal den elfjährigen Ernesto im Hellmig-Krankenhaus - mit bestem Erfolg. Die Knochenentzündungen sind inzwischen komplett geheilt, die beiden Jungen können wieder laufen und durften das Krankenhaus bereits verlassen. Bis Mai kommenden Jahres leben Sie noch im Friedensdorf in Oberhausen, dann geht es zurück ins ferne Afrika.

Bis dahin sind die jungen Angolaner noch regelmäßige Gäste in der Kamener Klinik, denn alle vier Wochen stehen gründliche Nachuntersuchungen an. Dr. Metzner freut sich über das Wiedersehen, denn die Jungen sind dem Chefarzt inzwischen ans Herz gewachsen. Mit Händen und Füßen unterhält er sich mit den beiden und wird immer wieder spontan in den Arm genommen. Vor allem der ältere Ernesto ist voll Dankbarkeit. Er weiß, dass er ohne die Behandlung im Hellmig-Krankenhaus nie wieder hätte laufen können und wahrscheinlich an einer Sepsis gestorben wäre.
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