Facebook, Twitter und Co = der Kindergarten Effekt Teil ll

Anzeige
Nach meinem Beitrag Facebook, Twitter und Co = der Kindergarten Effekt

http://www.lokalkompass.de/kamen/leute/facebook-tw...

habe ich über Twitter direkt Nachrichten und über Menschen die mich kennen und anriefen, so viel Feedback bekommen, dass meine Gedanken um das gehörte
und gelesene kreisten. Also beschloss ich, einen Folgebeitrag zu schreiben.

Nachfolgend, ausgewählte Ausschnitte, die den Grundton wiedergeben

K.L.: Ich habe meinen Freund bei Facebook kennengelernt. Wir sind seit zwei Jahren zusammen. Er wohnt 500 Kilometer entfernt und will dieses Jahr zu mir ziehen.

M.O.: Meine Freundin hat bei Facebook jemanden kennengelernt und mich für ihn verlassen. Das war vor drei Jahren. Ich habe es bis Heute nicht verkraftet.

T.Z.: Ich habe irgendwann alle 2 Minuten nachgeschaut, um ja nichts zu verpassen.
Heute bin ich in einer Selbsthilfegruppe, und mache einen social Media Entzug.

A.S.: Irgendwann dachte ich, dass Mitglieder meiner Facebook Gruppe in meiner Abwesenheit über mich lästern und habe einen Aufstand gemacht.
Alle wollten mich beruhigen, dass ich nicht gemeint war. Ich habe
ihnen nicht geglaubt. Danach gab es streit und es haben sich ein
paar gegenseitig geblockt und die Gruppe ist jetzt geteilt.

G.L.: Ich habe 3 Wochen versucht "Freunde" und Anschluss zu finden.
Keiner wollte was von mir wissen, also habe ich mich wieder abgemeldet.
Dann lieber zu einem Karate oder Schwimm Kurs dachte ich.
Nicht gewollt zu sein, hat mich jedoch eine ganze Zeit lang Depressiv gemacht.

Besonders fasziniert bin ich von folgender Geschichte

M.A. : Mein Mann hat über die ganze Welt verteilt Frauen Bekanntschaften auf Facebook geknüpft. Mir wurde immer schlecht, wenn ich diese Bussis und
herzigen Worte sah. Er meinte nur, da wäre doch nichts bei.
Meine Wut war nicht mehr zu bändigen, als ich ihn dabei erwischte,
wie er sexuelle Phantasien mit einer Frau austauschte.
Er schrieb ihr, er würde sexuelle Phantasien über sie haben und dann haben sich die beiden darüber unterhalten. Ich habe mich von ihm getrennt. Kurz darauf habe ich mich Scheiden lassen. Es war mir egal, was er noch zu sagen hatte.
Jeder der versuchte, ein gutes Wort für ihn einzulegen, durfte sich entscheiden,
ob er weiter mit mir befreundet bleiben wollte.
Heute habe ich eine Beziehung mit einem Mann, der nicht bei Facebook
angemeldet ist. Ist das eine Garantie, um nicht betrogen zu werden? Nein.
Aber wenigstens weiß ich, dass ein Mensch neben mir ist, der mit mir sein will
und mit mir Dinge erleben möchte, ohne es mit irgendjemandem teilen zu müssen und Anerkennung dafür zu erwarten. Vor allem, ein Mann, der keine Bussis und schöne Worte anderer Frauen braucht, um sich als Mann zu fühlen.

Diese Geschichte, gibt es mit Sicherheit auch andersherum. In dem der Mann leidtragender war und die Frau es mit Facebook übertrieben hat.

Ich bin nicht gegen soziale Medien. Jeder muss wissen, was ihm wichtig ist.
Worauf er verzichten möchte und worauf er lieber nicht verzichten möchte.
Sobald das Leben im Internet interessanter wird als das reale eigene Leben,
finde ich jedoch; " da stimmt etwas nicht".
Wenn man bestimmte Sachen nicht mit seinem "echten" Partner besprechen und ausleben kann, sollte man das sehr ernst nehmen und darüber reden können.
Sollte das nicht gehen, sollte man sich auch nicht schämen, professionelle
Hilfe zu besorgen.


Möge das soziale Gewissen mit uns sein
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.