Friedhof Methler: Grabräuber gefasst!!

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Diese Grablichter und -vasen konnte die Polizei sicherstellen. (Foto: Polizei)
 
Friedhofsgärtner Volker Petry vor einem der zerstörten Gräbern. Seine Meinung dazu ist eindeutig. (Foto: Anja Jungvogel)

Eine gute Nachricht: Der Kriminalpolizei ist es jetzt gelungen, die Serie von Diebstählen auf den Friedhöfen in Methler zu klären. Seit Mitte Mai diesen Jahres sind annähernd 120 Grablampen und -vasen auf den Friedhöfen gestohlen worden.

Durch einen Hinweis aus der Bevölkerung kam die Polizei jetzt einem 29 Jährigen aus Kamen auf die Spur. Nach eigenen Angaben handelte er aus akuter Geldnot. Er entwendete die Lampen und Vasen und setzte sie bei einem Schrotthändler um. Bei der Wohnungsdurchsuchung konnten noch weitere Lampen und Vasen sichergestellt werden. Die Ermittlungen dauern an.

Bürger, die noch derartige Gegenstände vermissen, können die sichergestellten Gegenstände am Montag, 15. Juni, in der Zeit von 10 Uhr bis 15 Uhr bei der Kriminalpolizei in Kamen, Am Bahnhof 12, besichtigten.

Hier können Sie mehr über die Taten erfahren:



Fassungslos und geschockt sind derzeit viele Besucher des evangelisch-lutherischen Friedhofs in Methler: Metallräuber haben am vergangenen Wochenende Gräber geplündert. Ihre Beute: Grablichter und Vasen.

Scheinbar ohne System haben Unbekannte auf dem Friedhof gewütet. Mehr als 30 Gräber sind den Dieben zum Opfer gefallen, weiß Volker Petry, seines Zeichens hauptamtlicher Friedhöfsgärtner der evangelischen Kirchengemeinde. Teilweise sind die Lampen oder Vasen von den Sockeln gerissen worden. Störendes "Beiwerk" wie Kerzen oder Glasscheiben wurden achtlos auf die Gräber geworfen. Anscheinend musste es schnell gehen, denn einige Lampen sind mit Sockel ganz einfach aus den Gräbern gerissen worden. Da sie sich nicht von den Sockeln lösen ließen, blieben sie einfach auf den Grabstätten liegen.

Wo bleibt die Pietät?


"Wer macht so etwas?", schüttelt eine Friedhofsbesucherin vor dem Grab ihres Mannes den Kopf. Hier wurden zwei Grablampen entwendet. Der materielle Schaden beläuft sich auf über 300 Euro. Jedoch überwiegt die Empörung darüber, dass Diebe nicht einmal mehr Halt vor Gräbern machen. Und was das das Geld anbetrifft: Keine Versicherung kommt dafür auf. Die Hinterbliebenden bleiben auf ihrem Schaden sitzen.

Mehrere Anzeigen sind schon bei der Polizei eingegangen. Diese tippt auf Metallräuber "auf der Durchreise", die keinerlei Skrupel kennen und das schnelle Geld wittern.

Schon einige Male war der Friedhof in Methler Zielscheibe von Vandalismus oder Diebstahl. "Aber so schlimm wie in diesem Fall war es noch nie", schüttelt auch Volker Petry den Kopf. Ist schon mal jemand auf frischer Tat erwischt worden? "Vor einigen Jahren haben Jugendliche mit Kerzenwachs Grabsteine übergossen", erinnert sich Petry. "Das hat der Nachbar gegenüber beobachtet, die beiden Jungs gestellt und die Polizei informiert."
Aber an diesen Wochenende hat besagter Nachbar leider nichts von den Vorkommnissen auf dem Friedhof mitbekommen.
Der Polizei liegen bereits mehrere Anzeigen vor. Das kann auch Stadtspiegel-Leserin Ulrike Pesch bestätigen, die heute ebenfalls bei der Polizei war. "Wahrscheinlich seien mal wieder Metalldiebe auf der Durchreise gewesen, wurde mir von dem zuständigen Beamten erklärt. Viel Hoffnung auf Rückerstattung erwarte ich durch die Anzeige bei der Polizei nicht", erklärt die Kamenerin.
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