Ist Landwirtschaft ohne Pflanzenschutzmittel möglich?

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Hinter dem Heerener Holz verzichtete der Landwirt im vorderen Abschnitt vollständig auf die Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln. Das dahinterliegende Maisfeld dagegen wurde, nach üblicher Manier behandelt. Foto: Anja Jungvogel

Wie würde die Landwirtschaft wohl ohne Pflanzenschutzmittel aussehen? - Die Antwort wuchert auf den Feldern hinter dem Heerener Holz (In der Bredde), denn hier haben die Landwirte auf diese Stoffe verzichtet.

Der Industrieverband Agrar hatte zu dieser Mitmach-Aktion aufgerufen, an der sich auch Kamener Bauern beteiligten. Dass allerdings ausgerechnet Herstellerfirmen von Pflanzenschutzmitteln die Landwirte motivieren wollten, auf den Einsatz ihrer angepriesenen Waren zu verzichten, dürfte verwundern.
Dabei war die Idee einfach: Die teilnehmenden Bauern wählten einen Acker an öffentlichen Wegen aus, so wie auf dem Heerener Spazierweg "In der Bredde".
Hier verzichtete der Landwirt im vorderen Abschnitt vollständig auf jede Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln. Das dahinterliegende Maisfeld dagegen wurde, nach üblicher Manier behandelt.
So zeichnet sich dem Betrachter noch bis zur Ernte ein Bild ab, das so manchen Spaziergänger oder Radfahrer überraschen wird: Unkräuter überwuchern die Kulturen, Pilzkrankheiten und Schädlinge könnten schlimmstenfalls die Ernte gefährden.
"So wird der Nutzen des modernen Pflanzenschutzes auf einen Blick sichtbar. An keiner anderen Stelle kann man dies so gut veranschaulichen wie auf dem Acker selbst", erklärt der Geschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler vom Industrieverband Agrar .
Der Verband will mit dieser Maßnahme ein Zeichen gegen die fortschreitenden Verluste von Pflanzenschutzmitteln durch die Regulierung in der EU setzen.
Die "Pflanzenschützer" berichten übrigens laufend über den Fortgang der Aktion, etwa auf ihrer Facebook-Seite: "Pflanzenschuetzer Initiative".
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