Pleite-Risiko im Kreis Unna

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Die Lage im Kreis Unna hat sich im Vergleich zu früher nur wenig verändert. Das ist vor allem vor dem Hintergrund erwähnenswert, da es in fast allen anderen Städten und Gemeinden eine Erhöhung des Pleite-Risikos gegeben hat. Archiv-Foto: Lea Zendler

Die Creditreform hat ihre Untersuchung „Pleite-Risiko für Unternehmen im Ruhrgebiet in 2016“ vorgestellt. Besonders erfreulich scheinen dabei die Ergebnisse für den Kreis Unna zu sein.

Wolfgang Scharf, Geschäftsführer der Creditreform Dortmund dazu: „Die Lage im Kreis Unna hat sich im Vergleich zu 2015 nicht verändert. Das ist vor allem vor dem Hintergrund erwähnenswert, da es in fast allen anderen Städten und Kreisen eine Erhöhung des Risikos gegeben hat. Der Risiko-Indikator für die erfassten 12.608 Unternehmen im Kreis Unna liegt jetzt bei 1,78 Prozent“, stellt Scharf fest. Damit ist es nur in Essen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und Gelsenkirchen noch unwahrscheinlicher, Pleite zu gehen.
Minimal riskanter als im Kreis Unna ist es mit 1,8 Prozent dagegen in Dortmund. Von 2,7 auf 1,68 Prozent – und damit besonders stark – ist das Risiko in Gelsenkirchen zurückgegangen. Mit den bereits erwähnten 1,78 Prozent befindet sich der Kreis Unna erneut in der Risikoklasse 2 (geringes Ausfallrisiko).
Ein „sehr hohes“ beziehungsweise „hohes“ Ausfallrisiko herrscht hingegen in Herne (3,54 Prozent) und Duisburg (3,07 Prozent). Die verbleibenden Kommunen liegen im Mittelfeld.
Durch die in 2016 entstandenen Pleiten sind im Ruhrgebiet rund 9.750 Arbeitsplätze verloren gegangen. Pro Fall verloren dabei im Schnitt 3,28 Arbeitnehmer ihren Job.
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