200.000 Quappen tummeln sich ab heute in der Seseke

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Bald werden wieder jede Menge ausgewachsene Quappen die Seseke bewohnen. Foto: Berreu

Die seltene Quappe wird in der Seseke wieder heimisch. Heute wurden in Kamen 200.000 Larven der selten gewordenen Quappe an der Mündung der Körne in die Seseke eingesetzt.

„Mit der heutigen Aktion schaffen wir die Grundlage für eine neue Population in der Seseke, für eine Fischart, die für unsere Region immer typisch war und heute zu bedrohten Arten gehört“, erläuterte Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzende des Lippeverbandes.
Im Rahmen eines Projektes zur Wiederansiedlung der Quappe setzt der Fischereiverband in diesem Jahr insgesamt fünf Millionen Larven ein, die aus einer Nachzüchtung stammen. Eine Million davon hat der Lippeverband für den Besatz der Seseke erworben. Wieder ein Teil davon - rund 200.000 Jungfische - wurde bei der heutigen Aktion ins Wasser entlassen.

Über die Quappe
Die Quappe ist die einzige Spezies aus der Familie der Dorsche, die nicht nur im Meer, sondern auch im Süßwasser lebt. Die winzigen Larven gedeihen am besten auf überschwemmten Wiesen. Daher ist es nicht überraschend, dass die Quappe mittlerweile selten geworden ist: Flüsse, die bei Hochwasser „natürlich“ ausufern können, gibt es immer weniger. In NRW ist die Lippe der einzige Fluss, in dem noch Quappen leben. Daher setzt die Wiederansiedlung der Quappe auch hier an, weil die Lippe mit ihren Neben-läufen die besten Voraussetzungen als Lebensraum für eine Vermeh-rung und Stabilisierung der Art bietet.
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Carsten Grunwald aus Kamen | 22.03.2013 | 21:18  
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