Entwarnung auf dem Feld - Leser berichteten von ungewöhnlich verfärbten Rasen- und Feldflächen

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So idyllisch kann die Landwirtschaft in Kamen sein. Spaziergänger jedoch meldeten beim Stadtspiegel eigentümlich aussehende Bodenflächen. Wir sprachen mit Spezialisten vom Kreis und Landwirte-Verband über die Situation. (Foto: Frank Heldt)
Kamen: Kamen |

Spaziergänger hatten über einen gelblich gefärbten Boden im Gebiet Horsthof und in Nähe der Straße Auf dem Berge berichtet. Es würde Gefahr für Mensch und Tier bestehen, so die Interpretation. Wir fragten bei Experten nach.

Glücklicherweise können sowohl der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband als auch der Kreis Unna den Verdacht auf einen vergifteten Boden nicht bestätigen.
Das Ordnungsamt hat das Areal vor Ort untersucht. Jürgen Werner, stellvertretender Leiter des Amts für Natur und Umwelt, kommt zu dem Ergebnis: „Das Korn auf den Feldern wies durchweg eine natürliche Reife auf, nicht unnatürlich gelb, und die wenigen vorhandenen Rasenflächen ließen auch keine Gelbfärbung erkennen, so dass sich im Moment kein weiterer Handlungsbedarf feststellen lässt.“
Auch Petra Drees-Hagen vom Verband der Bauern geht von einer üblichen landwirtschaftlichen und privaten Nutzung der Böden aus. „Schäden aus der Bergbauzeit schließen wir auch aus, denn sonst wären die Flächen bei uns vorher bekannt gewesen. Auch sonst sind bei uns keine Meldung eingegangen oder Anomalien zu berichten“, ergänzt die Landwirtschaftskennerin Drees-Hagen.
Das Amt für Umwelt und Natur rät aber bei Auffälligkeiten Meldung, mit gegebenenfalls Angabe der Straße und Hausnummer, unter Tel. 02303 / 270 zu machen, damit die Möglichkeit einer Kontrolle oder Entnahme von Bodenproben besteht.
Wasser- und Bodenspezialist Jürgen Werner fügt hinzu: „Bei gravierenden Umweltschäden wie Ölaustritt infolge eines Unfalls etc. besteht generell die Möglichkeit, die Rettungsleitstelle des Kreises Unna unter der Rufnummer 02303 / 16001 zu informieren. In der Rettungsleitstelle sitzen erfahrene Mitarbeiter, die bei Gefahr im Verzuge dafür sorgen, dass kurzfristig Mitarbeiter der Feuerwehr, des örtlichen Ordnungsamtes, des Kreisgesundheitsamtes oder der beim Kreis Unna eingerichteten Bereitschaft für Öl-und Giftunfälle vor Ort erscheinen.“
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