Umweltschützer finden Chloride im Bönener Grundwasser

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Gewässerschützer entnahmen Proben in Bönen. Fotos: privat

Brunnenwasser lässt Pflanzen verdorren: 2800 Milligramm pro Liter (mg/l) Chlorid fanden die Umweltschützer vom Gewässerschutz bei ihren Untersuchungen in einem privat genutzten Brunnen im Böner Ortsteil Altenbögge.

Derart salzhaltiges Wasser ist zum Bewässern im Garten nicht mehr geeignet, da die Pflanzen es nicht vertragen. Die hohen Chloridbelastungen in Altenbögge waren den Umweltschützer schon bei einer Untersuchung im Jahre 2013 aufgefallen. Bei der aktuellen Probe fanden die Gewässerschutz auch in Bönen-Mitte mit Chloriden belastete Brunnen. Die Spitzenwerte lagen hier mit 1700 mg/l zwar niedriger als in Altenbögge, aber noch zu hoch.

Die Pflanzen sind darauf eingestellt mit ihren Wurzeln Süßwasser aufzunehmen. Dieses enthält normalerweise weniger als 100 Milligramm pro Liter Chlorid. Bei Werten oberhalb von 200 Milligram pro Liter kann es zu starken Schädigungen bei verschiedenen Kulturen kommen – ab 400 Milligramm ist das Wasser nur noch zum Bewässern von salztoleranten Pflanzen geeignet. Zu salzhaltiges Grundwasser kann ihre Wurzeln und den Wassertransport in der Pflanze schädigen.
Was viele Betroffene Brunnennutzer immer wieder beobachten: Die Blätter verfärben sich vom Rande her bräunlich, die Pflanze wächst nicht mehr richtig und stirbt manchmal sogar ab. Statt den Wuchs der Pflanzen zu fördern, schädigt man sie, wenn der Salzgehalt im Gießwasser zu hoch ist. Gerade wenn Brunnenwassernutzer Schäden an den Pflanzen beobachte, sollte das Wasser untersucht werden.

Die Gewässerschützer werden weitere Messungen durchführen. Bürger, die sich an den Untersuchungen beteiligen möchten, können sich an die Umweltschützer wenden. Diese beraten freitags unter Tel. 02831 976523.
Weitere Informationen unter:www.VSR-Gewaesserschutz.de.
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