An die Polizei; Schauen Sie mal, was ich hier habe! Irmela Mensah Schramm in Aktion

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Mein letzter Austausch mit Irmela Mensah Schramm darf man niemandem vorenthalten finde ich und gebe hier ihren eigenen Worten Platz"

Am 13.06.2015, in Berlin Schöneweide!

Ich sah ein Polizeifahrzeug mit vier Polizeibeamten herum gegenüber dem Bahnhof Berlin-Schöneweide nahe der Brückenstraße. Der Grund dafür war für mich nicht erkennbar.
Dennoch ging ich darauf zu und sprach die beiden davor stehenden Polizeibeamten an,- da ich am heutigen Sonnabend wieder mal feststellen musste, dass ein Nazigraffiti "NSBA" (Nationaler Sozialismus Bundesweite Aktion") noch immer an der Außenmauer des S - Bahnhofs Schöneweide zu sehen war.
Ich holte sogleich meine Farbspraydose heraus und schüttelte sie ein wenig mit meinen Worten:
"Schauen Sie mal, was ich hier habe"
und nahm recht überraschte Blicke war, und ich fuhr fort:
"Wenn ich nun hier drüben am Bahnhof das seit mehreren Monaten zu sehende und auch geduldete Nazigraffito übersprayen würde, dann wären Sie doch sehr schnell dabei, eine Strafanzeige wegen sogenannter "Sachbeschädigung" gegen mich aufzunehmen"
Da entgegnete er mir gleich "Ja so ist es":
"Aber wenn ich nun eine Strafanzeige bei Ihnen hingegen aufgeben möchte, gegen diese Nazis Schmiererei, dann erfahre ich doch sicher von Ihnen, dass Sie nicht zuständig dafür sind, oder?"
Da meinte er, dass, was auch mir bekannt ist, dass Bahnhöfe im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei seien und dies dort auch sicher schon lange bekannt sei. Auf meine Frage dazu, warum dieses Nazigraffito, vielleicht nicht unbedingt strafrechtlich relevant, jedoch als Propagandadelikt allemal dann nicht beseitigt würde? bekam ich dann zur Antwort:
"Eben deshalb, da es strafrechtlich nicht relevant ist (kein unter Verbot stehendes Symbol oder auch Losung nach § 86a, § 130a,
§ 131a *) so habe dies auch keine Dringlichkeit............
Hierzu stellte ich fest, dass bei all den warm mündigen Aussagen der Behörden und auch in der Politik, man solle gegenüber Naziaktivitäten, was ja auch die Propagandadelikte einschließt, nicht wegschauen. Dieses Vorgehen schon mehr als fragwürdig und eher skandalös zu empfinden ist.
Ich sagte dann noch; „ich werde meinen Weg weitergehen, und dass ich ganz sicher keine Ruhe geben würde, bis dieser Nazidreck weg ist, denn ich hatte damit immerhin in Dresden Erfolg damit!

In Dresden handelte es sich allerdings um 2 strafrechtlich-relevante ca. 40 cm NS-Symbole (Hakenkreuze), sowie um zwei "88" (jeweils der achte Buchstabe im Alphabet und spricht für "Heil Hitler"), die tief in die Glaswand der Tramhaltestelle Lenneplatz eingeritzt waren.
Schnell erkannte ich, dass ich an meine Grenzen gestoßen bin, denn dagegen hätte nur noch ein zerstören der Scheibe mittels Glasbruch etwas "bewirken" können, aber dies ging mir zu weit.
Ich rief in Gegenwart einer Journalistin der Sächsischen Zeitung die Polizei über den Notruf 110.
Am anderen Ende; "Ja wir nehmen es zur Kenntnis"
auf meine Frage
"Ist das alles, kann ich denn erwarten, dass Sie hierzu das Notwendige veranlassen" meinte der Polizist am anderen Ende.
"Ja, kann ich tun...",
ohne mir dann eine Vorgangsnummer bekannt zu geben.
Ich habe, inzwischen wieder in Berlin angekommen, über die Onlinewache Dresden eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen § 86a geschickt. Von dort wurde mir auch die Vorgansnummer mitgeteilt und auf meine Frage zur Vorgangsnummer meines Anrufs, bestätigt, dass hierzu keine existiere.
ich dachte mir nun, der Angelegenheit mehr Nachdruck zu verleihen und schickte Fotos davon an die Stadt Dresden, die mir sogar in recht kurzer Zeit antwortete, dass unverzüglich erst mal provisorisch überklebt und kurz darauf die Scheiben ausgewechselt wurden.
Eine dennoch nüchterne Antwort, an eine in der Stadt 2005 ausgezeichnete
Erich-Kästner-Preisträgerin, eben für das Engagement gegen
„rassistische Hassschmiererei“, und ein "Dankeschön" hätte ich mich gefreut.


Am 9. Juli 2015 wird im Berliner Rathaus das
"Band für Mut und Verständigung"
verliehen, dies von einem Berlin-Brandenburger Bündnis aller Parteien, Kirchen und Gewerkschaften.
Soweit so gut, oder auch nicht!
Diese Auszeichnung geht an vier Gruppen und Personen, die sich für die Flüchtlinge engagieren. Es sind Menschen, die oft ihr ganzes Leben um den Flüchtlingen zu helfen. Dies sehr oft unter schweren Bedingungen! Das ist eigentlich längstens bekannt!
Nun zeigen u.a. auch mit dieser sogenannten "Ehrung" die Politiker ihre Sympathie mit diesen, d.h. welchen, Menschen (wirklich?).............
Ist es nicht ein Hohn, wenn dann jene Menschen (Flüchtlinge), für die sich jene ausgezeichneten Initiativen engagiert haben, knallhart abgeschoben werden?
"Es sind Menschen, die sich für die Flüchtlinge engagieren und ihnen helfen."
Aus diesem Grunde hätte ich auf diese Ehrung verzichtet.
Es bleibt zu hoffen, dass einige der Geehrten es selbst erkennen und die Konsequenz daraus ziehen.
Ich habe mein 1997 verliehenes Band 2010 zurückgeben, es gab zu dieser Aktion genug Anlass!
Ich habe auch die Nominierung zum Berliner Landesorden durch die Piratenpartei abgelehnt, auch hierzu gab es mehrere berechtigte Gründe.
Unter anderem das Vorgehen des Berliner Senats, der Ausländerbehörde und des Petitionsausschusses, sowie der jeweiligen Botschafter zur Familienzusammenführung eines mir befreundeten Ehepaars aus der Elfenbeinküste.
http://www.lokalkompass.de/kamen/politik/pressemit...
Sowie die Verweigerung und wiederholte Ablehnung seitens des Senats, seit nunmehr fast 20 Jahren, mein vielfach geehrtes und ausgezeichnetes Projekt gegen „Rechtsextremismus, Rassismus, und Antisemitismus“
in das Landesprogramm mit aufzunehmen.

Auf scheinheilige staatliche Ehrungen kann ich wirklich besser verzichten !

* § 86a - Verwenden verbotener Kennzeichen, § 130a - Volksverhetzung, § 131a - Aufstachelung zum Rassenhass)

Nun viele liebe Grüße und einen schönen Sonntag!

Irmela

"Ich hoffe, dass Irmela sehr bald, sehr viele "Azubis " um sich scharen kann"
Wer Irmela mal Live erleben darf wird verstehen, was ich meine;
Irmela ist eine der interessantesten Persönlichkeiten, die ich je kennenlernen durfte.

Irmela Mensah Schramm Online
http://www.hassvernichtet.de/
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2 Kommentare
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Aysegül Yörük aus Kamen | 27.06.2015 | 11:30  
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Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 28.06.2015 | 15:38  
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