Direktkandidaten stehen Rede und Antwort

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Das Ziel der Direktkandidaten: Der Reichstag in Berlin. (Foto: Rosel Eckstein/www.pixelio.de)
 
Heike Schaumann (Foto: Schaumann)
Kamen: Stadtspiegel |

Die Bundestagswahl wirft ihre Schatten voraus: 100 Tage sind es bald noch, bis die Bürger wieder zur Urne schreiten dürfen. Grund genug, mal die Direktkandidaten im Kreis zu fragen, wie sie sich die Zeit bis zur Wahl vorstellen, was sie für Wünsche haben und was sie an ihrer Heimat schätzen.

Viel Freizeit haben die Politiker nicht. Hubert Hüppes (CDU) Kalender ist als Bundestagsabgeordneter und als Beauftragter für die Belange behinderter Menschen gut gefüllt. „Ich freue mich allerdings schon auf die Teilnahme am Beachvolleyballturnier der Jungen Union Bergkamen am 7. September.“ Auch Oliver Kaczmarek (SPD) hat weniger Zeit, sucht sich aber immer wieder den Ausgleich im Privaten. Heike Schaumann (FDP) hat immer mehr Termine, versucht aber, für Sport genügend Zeit zu finden. Für Malte Spitz (Grüne) ist es immer ein Balanceakt. „Aber ich versuche mir am Wochenende immer einen Tag frei zu halten, um etwas mit meiner Familie zu unternehmen, zu lesen oder auch um Freunde zu treffen.“ Marcel Clostermann (Piraten) geht davon aus, genug Zeit für Privates zu haben.

Auch für die Familie haben nicht alle so viel Zeit, wie sie möchten. „Wenn ich allerdings zuhause bin, dann konzentriere ich mich auf meine Familie - das ist mir sehr wichtig“, so Hüppe. Kaczmarek bedauert ebenfalls die fehlende Zeit für seine Lieben. „Deshalb gibt es nach dem Wahlkampf auch erstmal gemeinsamen Urlaub.“ Heike Schaumann sagt: „Wenn man weniger Zeit hat, nutzt man diese intensiver.“ Clostermann geht davon aus, genug Zeit für Freundin und Familie zu haben. Die Familie von Spitz muss etwas zurückstecken. „Den ersten Sommer mit meinem Sohn werde ich mir trotz Wahlkampf nicht nehmen lassen.“

In ihrer Region sind alle Kandidaten fest verwurzelt. Hüppe mag besonders die offene und ehrliche Art der Menschen, genau wie Spitz, der die Aufgeschlossenheit der Menschen schätzen gelernt hat. Kaczmarek mag ebenfalls die Menschen am meisten. „Deshalb habe ich nie woanders gelebt. Und mir gefällt die renaturierte Seseke sehr gut.“ Auch Heike Schaumann schätzt an ihrer Heimatstadt Kamen besonders die Menschen, vor allem freundliche Unterhaltungen und gesellige Anlässe. Clostermann mag an Kamen, Bergkamen und Bönen das gemischte Ambiente und die Lage: „Man ist gut angebunden und trotzdem nicht in einer Großstadt.“

Die Wünsche für die Bundespolitik sehen naturgemäß bei allen Politikern anders aus. „Ich wünsche ich mir, dass die CDU am 22. September die Wahl gewinnt, Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt und ich weiterhin in Berlin politisch mitmischen kann“, so Hüppe. Spitz dagegen sagt: „Es muss Schluss sein mit der Merkelpolitik, die sich ohne Werte nur an Klientelinteressen orientiert.“ Kaczmarek hofft, dass es nach der Bundestagswahl endlich gelingt, Antworten auf die Probleme umzusetzen, die den Alltag der Menschen bewegen. Heike Schaumann wünscht sich eine ideologienfreie Familienpolitik, weniger Bürokratie für Mittelständler und weiteren Schuldenabbau. Clostermann hofft auf die Stärkung von Bürgerrechten, Datenschutz und Bildung

Bis zur Bundestagswahl haben alle noch das ein oder andere Ziel, das sie erreichen möchten. Hüppe setzt sich weiter dafür ein, dass Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien statt in Heimen aufwachsen können. Auch sollen Internetangebote behindertengerechter werden. Kaczmarek hat u.a. noch eine Initiative zu Fragen digitaler Bildung in der Schule vorbereitet. Heike Schaumann möchte vor allem erreichen, dass die geleisteten Erfolge der aktuellen Bundesregierung wahrgenommen werden. Clostermann möchte die Ziele seiner Partei noch deutlicher machen. Das Ziel von Spitz ist, besonders junge Menschen anzusprechen und sie zur Wahl zu motivieren.
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