Kamen wehrt sich!

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Wohin demnächst, wenn in Kamen keine Babys mehr geboren werden können? Viele Kamener beschäftigt diese Frage intensiv. (Foto: JMG/pixelio.de)

Seit gut einer Woche regt sich in Kamen Widerstand. Grund ist die geplante Schließung der Geburtsstation im Klinikum Westfalen. Viele Kamener sind nicht gewillt, diese Entscheidung einfach so hinzunehmen.

370 Säuglinge sind 2012 in Kamen zur Welt gekommen. Da hieß es noch das „Hellmig-Krankenhaus“. Das Klinikum Westfalen wird wohl nicht auf diese Geburtenzahl kommen. Denn auch wenn die Verantwortlichen immer davon reden, noch sei nicht entschieden, ist dennoch von einer Schließung der Entbindungsstation auszugehen. Auch wenn die Pressestelle des Klinikums Arbeitsplatzsicherung für die betroffenen Mitarbeiter verspricht und eine Extra-Sprechstunde für werdende Mütter ab sofort jeden Mittwoch von 14 bis 18 Uhr einrichten will, regt sich in Kamen der Widerstand.

Unterschriften-Aktion am Freitag in der City

Das Personal der Station 3a „überraschte“ schon die Klinik-Chefs mit einer Demo. Die Gewerkschaft Verdi sammelt am Freitag, 17. Mai, von 10 bis 13 Uhr am Willy-Brandt-Platz Unterschriften gegen die Schließung.
Und auch die Kamener im Netz sind aktiv. Die Facebook-Gruppe „Du bist Kamener, wenn“ lässt seine Mitglieder über eine Demonstration und die Pläne des Klinikums abstimmen.
Angeschlossen hat sich auch die Seite aus Bergkamen. Schließlich ist auch die Nachbarstadt an einer Geburtsklinik in unmittelbarer Nähe interessiert.
Und - wen wundert es - das Interesse ist groß, die Meinung ist eindeutig.
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