Nazi Attacke? Wollen Sie dem Jungen die Zukunft verbauen? Lob an die Unnaer Polizei

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Ich habe mich mit Menschen unterhalten, die in irgendeiner Form Gewalt aus rechtsradikalen kreisen erlebten und die man nie als Opfer rechter Gewalt, in der Statistik für rechte Gewalttaten aufführen wird.

Sofia (der echte Name ist mir bekannt) im persönlichen Gespräch

Ich wurde von einer Gruppe Nazis angegriffen, die mich bewegungslos machten und mein Gesicht mit einem Messer und einer Scherbe zerschneiden wollten und dies auch taten. Ich schaffte es mich zu befreien und bekam sogar das Messer zu greifen. In dem Moment, wo ich zustechen wollte, wurde meine Hand mit einer Scherbe attackiert.
Irgendwie kam ich wohl nach Hause. Nachdem ich am nächsten Tag zu mir kam und nach dem Duschen mein immer noch blutendes Gesicht und Finger sah, ging ich zur Polizei in Unna. Die mich nach fünf Minuten ins Krankenhaus Transportieren ließ, um genau zu klären was mir angetan wurde.
Einen großen Lob an die Unnaer Polizei, die genau wusste, wie man mit einem traumatisierten Opfer umzugehen hat.

Leider wurde in Sofias Fall „nur“ wegen gefährlicher Körperverletzung, sexueller Nötigung und Vergewaltigung ermittelt. Kein Zusatz, dass es einen rechtsradikalen Hintergrund hatte.
Ich frage mich wie die Statistik zu den rechtsextremen Übergriffen zustande kommt.

Statistisch betrachtet gab es 2014 im bevölkerungsstärksten Bundesland, NRW, gut zwei rechtsextreme Übergriffe je 100 000 Einwohner. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Linken hervor, über die zunächst die „Tageszeitung“ berichtet hatte.
Focus 23.07.2015
http://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/e...

D.D. über Facebook
Ich war in einer Gruppe bei Facebook, Dezember 2014, da ging es um Fremdenhass und Hetze gegen Flüchtlinge und gegen den Bau einer Moschee in Iserlohn. Die Gruppe gibt es nicht mehr, oder jedenfalls bin ich rausgeflogen. Ich habe den Leuten Fremdenhass und Hetze vorgeworfen und bin von zweien dann als Pädophiler bezeichnet worden. Einer von denen war der bekannte Rechtsradikale aus Menden (Name mir bekannt). Ich habe sofort Anzeige erstattet. Erst im April 2015 habe ich eine Antwort der Staatsanwaltschaft erhalten. Es wäre leider auf dem Schreibtisch verloren gegangen. Ob ich noch weiterhin Strafanzeige stellen möchte. Ich sagte ja und bin zur Kripo in H. gefahren um eine Anzeige aufzugeben. Der Beamte schien mir auch ein Gegner des Camps in H. zu sein, allerdings meinte er eine solche Beleidigung wie sie mir gegenüber gemacht wurde ginge überhaupt nicht. Die Anzeige wurde erstattet und zu Protokoll genommen, Der besagte rechtsradikale sollte zu dem Thema vernommen werden. Erst einige Wochen später erhielt ich Bescheid, schriftlich, von der Polizei (Staatsanwaltschaft), dass der Fall als nichtig und irrelevant eingestellt wurde.
Mit anderen Worten, wer gegen diese Rechten diskutiert in Foren und beleidigt wird, bekommt kein Recht, hatte ich den Eindruck.


Irmela Mensah Schramm, über email und Telefon

1. Ein Jugendlicher, der mich beim Übermalen von
Hakenkreuzen und anderem eigentlich Strafbaren etc. in den neunziger
Jahren in Berlin-Schlachtensee "erwischt" hatte bedachte mich mit
Schimpftiraden wie " Früher hätte man Sie in die Gaskammer dafür
gesteckt und das wäre gut so gewesen"!...
Er war bereits offensichtlich dafür bekannt und nach meiner Strafanzeige
gegen ihn, erhielt ich eine Anruf von der Berliner Ermittlungsbehörde,
die mich fragte, ob es denn meine Absicht sei, dem
Jugendlichen seine Zukunft zu verbauen, ich möge doch besser meine
Anzeige zurück nehmen. Tat ich nicht, wurde sie kurzerhand
eingestellt.

2. Als mich in Berlin-Friedenau, 1992, ein Wachschutztyp beim Ausstreichen
von rassistischen Parolen wie "Türken alle aufhängen", und "Türken
vergasen", "Türken sind Kamelficker" etc. entdeckt hatte, griff er mich
an in dessen Verlauf ich verletzt ins Krankenhaus gebracht wurde von der
Feuerwehr. Dazu kamen noch Strafanzeigen gegen mich wegen
"Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung"! Danach kam
wieder ein Anruf von den polizeilichen Ermittlern, wenn ich meine
Strafanzeigen gegen den Wachschutztypen wegen Körperverletzung,
Nötigung und falscher Anschuldigung" zurück nehmen würde, dann würden
auch die Anzeigen gegen mich eingestellt. ich ließ mich nicht auf den
Kuhhandel ein und lehnte dies ab. Dennoch wurden dann alle Anzeigen
eingestellt!

3. Den Neonazis bin ich bekanntlich verhasst. Sie verbreiteten an die
hundert Sticker mit einem Foto von mir und dem Text dazu: "Wenn Schramm
abkratzt, stört uns das nicht wirklich!" Im Internet war es weltweit zu
sehen. Auf meine Strafanzeige bekam ich die abenteuerliche Begründung
für eine Ermittlungsablehnung: "Sie sind doch schon so bekannt...."!

4. Auf der, inzwischen gelöschten Seite der Neonazis zur
sogenannten "Schwarzen Liste über Linkskriminelle" war ich ebenfalls
erwähnt worden und wie auch bei den anderen Betroffenen löste die
Staatsanwaltschaft Berlin bei mir für ihren Unwillen zur Ermittlung Empörung

Ich wurde in Buch (NPD-Kreisvorsitzender,Name mir bekannt) verfolgt, ständig dabei
fotografiert, geschubst (auch zur stark befahrenen Straße hin) und gegen
das Schienbein getreten. Es gab auch einen versuch meine Tasche zu rauben, wobei
er mich am linken Daumen verletzte!
Ich rief 110 - die Polizei, sie kam jedoch nicht, dann rief er die
Polizei gegen mich und teilte ihr mit (lt. Polizeilichem Schriftstück
belegbar) "eine geistig verwirrte Frau ginge schreiend durch die Straße
und schleudert mit ihrer Tasche um sich...."
1. Kein Wort im polizeilichen Protokoll zu meinem Hilfe/Anruf bei der
Polizei!
2. habe ich vergeblich die BürgerInnen um Hilfe gerufen (!!!)
und mit meiner Tasche die Fußtritte abgewehrt!
Die auf seinen Anruf eingetroffene Polizei erklärte mir vor den
begeisterten beiden Neonazis, dass ich die Aufkleber nicht beseitigen
dürfe und sie kleben dürfen...
Obwohl ich den beiden "Polizisten" (pardon, aber das waren die wohl) meinen
verletzten Finger gezeigt habe, bestritten sie dies bei ihrer Anhörung
nach meiner Strafanzeige wegen "Strafvereitelung", die übrigens auch
schnell eingestellt worden ist!

Ein weiteres Beispiel: Als mich ein stadtbekannter Neonazi (Name mir bekannt)
mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig in Lichtenberg verfolgte und
dabei filmte, rief ich die Polizei, die nicht kommen wollte und mir
sagte, ich solle eine Funkstreife, die lang fährt anhalten, was ich dann
auch tat. Der Polizist, erklärte mir vor dem Nazi:
"Er darf mit dem Fahrrad fahren wo er will!". Ich riet ihm
zur Nachhilfe in Sachen zur Straßenverkehrsordnung und fügte hinzu, dass
das Vorgehen des Neonazis auch Nötigung (§240) sei! Nichts erfolgte darauf!

Es gäbe noch einige weitere Beispiele, vor allem die Anzeigen gegen mich wegen Sachbeschädigung, weil ich menschenverachtende Symbole entferne.

Es sind vielleicht ganz normale Prozeduren, die abgelaufen sind. Aus Sicht der Opfer betrachtet, kann ich jedoch verstehen, dass diese sich nicht ernst genommen fühlten, ja sogar das Gefühl hatten behindert worden zu sein.

Ich wünsche jedem ein Gewaltfreies Leben

Irmela Mensah Schramm
http://www.hassvernichtet.de/

https://www.weisser-ring.de/internet/opferhilfe/

https://www.lwl.org/LWL/Soziales/SER/Opferentschae...
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5 Kommentare
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Helmut Feldhaus aus Rheinberg | 06.08.2015 | 09:34  
605
Aysegül Yörük aus Kamen | 06.08.2015 | 09:39  
33.908
Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 06.08.2015 | 15:44  
605
Aysegül Yörük aus Kamen | 06.08.2015 | 15:47  
122.752
Thorsten Ottofrickenstein aus Menden (Sauerland) | 06.08.2015 | 22:21  
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