Politiker des Kreises sind gegen militärisches Einschreiten in Syrien

Anzeige
Die Direktkandidaten (v.l.): Walter Wendt-Kleinberg, Heike Schaumann, Oliver Kaczmarek, Malte Spitz, Marcel Clostermann und Hubert Hüppe. (Foto: privat)

Bald dürfen wir wieder unsere Kreuzchen machen: in 18 Tagen ist Bundestagswahl. Deshalb haben wir die Direktkandidaten unseres Wahlkreises noch einmal gefragt, wie sie ihre Position im Wahlkampf sehen. Vor allem wollten wir wissen, wie sie zu einem möglich Militäreinsatz in Syrien stehen.

In einem sind sich alle einig: Es darf keinen Kampfeinsatz in Syrien geben. „Deutschland sollte sich auf jeden Fall aus dem Syrienkonflikt heraushalten“, bringt es Walter Wendt-Kleinberg (Linke) auf den Punkt. „Der überwiegende Teil des deutschen Volkes hat alle Kriegseinsätze abgelehnt.“ Er verweist auch darauf, dass damals im Irakkrieg, trotz gegenteiliger Behauptungen seitens der USA, keine Massenvernichtungswaffen gefunden worden sind. „Deutschland soll sich auch in Zukunft, wie Außenminister Westerwelle betonte, vor allem um diplomatische Lösungen bemühen und die humanitäre Hilfe für die Menschen fortsetzen. Ein Militärschlag ist in der derzeitigen Situation abzulehnen“, erklärt Heike Schaumann (FDP). Marcel Clostermann (Piraten) sieht das genauso und befürchtet, „dass durch einen Militäreinsatz mehr Menschen leiden und sterben, es mehr Verletzte und Tote geben wird, als es sonst der Fall wäre.“

„Es muss jetzt geklärt werden, wer überhaupt für was verantwortlich ist. Nicht jeder, der gegen Assad kämpft, tut das für Freiheit, Menschenrechte und Demokratie“, gibt Hubert Hüppe (CDU) zu bedenken. „Ich glaube nicht, dass der sich zuspitzende Konflikt militärisch gelöst werden kann, sondern nur auf politischem, diplomatischem Wege“, sagt Oliver Kaczmarek (SPD). Malte Spitz (Grüne) wünscht sich, dass „ein entschiedenes Vorgehen gefunden wird, ohne militärische Gewalt einzusetzen.“

Von einer Instrumentalisierung des Themas im Wahlkampf halten die Politiker nichts. Wie die Parteien zu dem Thema stehen, hält Marcel Clostermann als Wähler aber genau wie die anderen Kandidaten für wichtig.

Im Wahlkampfstress sind alle Direktkandidaten in der heißen Phase weiterhin. Ihre Vorhaben haben sie alle bekannter gemacht. Für Privates ist dagegen kaum Zeit, wie etwa Walter Wendt-Kleinberg bedauert. Dafür stand Hüppe in einem Kinderzirkus mit dem Rücken zur Wand - als „Ziel“ für einen Messerwerfer!
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.