Pressemitteilung von Irmela Mensah-Schramm zum Thema Familienzusammenführung

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Vergebliche Bemühung zur Familienzusammenführung „biologisch“ gelöst?

Fast 20 Jahre vergebliches Warten und Hoffnung auf Familienzusammenführung erst durch Bürokratenschikane und nun durch Schicksalsschlag umsonst.

Mit dem Begriff „Familienzusammenführung“ nimmt man es hierzulande nicht so ernst, mit der Würde des Menschen ohnehin nicht, gibt man mir das Gefühl!
Seit nunmehr über 19 Jahren wartet E.K. darauf, dass ihr Mann endlich aus dem kriegserschütterten Land, Elfenbeinküste, zu ihr nach Berlin kommen darf.
Anfangs behauptete die Ausländerbehörde in Berlin, das dies eine Scheinehe sei, was jedoch einige Zeit später vor Gericht widerlegt werden konnte.
Nun suchte man in Berlin nach einem anderen Grund, um den Nachzug des Ehemanns zu verhindern und glaubte ihn gefunden zu haben: E. K. verdiene
DM 50.- zu wenig, um ihren Mann zu ernähren!
Über 10 Jahre bemühte ich mich über verschiedene Stellen, meiner E.K, die meine Freundin geworden ist, zu helfen.
Meine Eingabe beim Petitionsausschuss auf den Nachzug des Ehemanns abgelehnt.

Kurz darauf wurde Elisabeth unverschuldet arbeitslos. Diese Zeit nutzte sie für eine Ausbildung zur Altenpflegerin. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung ist sie seit mehreren Jahren in unbefristeter Beschäftigung und verdient sogar nicht nur jene beanstandeten € 28.-, zu wenig, sondern das über Zehnfache mehr und könnte so ihren Mann sehr gut ernähren.
Während der kriegerischen Unruhen wurde ihrem Mann der Reisepass von den Soldaten der Elfenbeinküste auf dem Weg zur deutschen Botschaft vernichtet.
So riet uns die Ausländerbehörde, dass er sich an die deutsche Botschaft in Ghana wenden solle in dieser Angelegenheit.
Als er dies tat, wurde er rausgeschmissen und weggeschickt.

Fazit: Seit ich mich für die beiden Eheleute bemühe, stelle ich fest, dass offensichtlich keinerlei Interesse am Schicksal der beiden vorhanden ist.
Seit Jahren wird Herr K. von der Deutschen Botschaft in Ghana, zur Deutschen Botschaft in der Elfenbeinküste hin und her geschickt, seine Frau „pendelt“ zwischen Rechtsanwalt, Ausländerbehörde und Ausländerbeauftragte hin und her und ich empfinde nach meinen Bemühungen für die beiden Eheleute, dass auf meine zweite Eingabe beim Petitionsausschuss, dass eine Familienzusammenführung ganz offensichtlich nicht erwünscht ist.
Unterstützung erhielten wir leider nicht!
Bei unserem Besuch bei der Integrationsbeauftragten des Berliner Senats, wurde ich direkt von dem Sachbearbeiter (Name bekannt) aufgefordert, mich nun zurück zu halten und weitere Aktivitäten seiner Behörde abzuwarten.
Wir bekämen Bescheid, sobald sich die entsprechenden kontaktierten Stellen bei ihm gemeldet hätten.
Wir warteten eine Zeit geduldig und nachdem wir über längere Zeit von einigen Monaten nichts gehört haben, nahm ich per Brief Kontakt mit dem Büro der Integrationsbeauftragten auf.
Dem Antwortschreiben war abenteuerliches zu entnehmen:
„Da man von uns nichts mehr gehört habe, sei man davon ausgegangen, die Angelegenheit habe sich erledigt.“
Auf meine entsprechende Klarstellung mit dem Hinweis auf die persönliche und per Mail an mich gerichtete Aufforderung, mich zurück zuhalten, erhielt ich keine Antwort!

Der Ehemann hatte nun seine Hoffnung aufgegeben und nun konnte man spekulieren, dass die Berliner Ausländerbehörde und der Senat davon ausging, dass die Ehefrau wohl demnächst ausreist!

Nun wurden beide erneut von einem schweren Schicksalsschlag getroffen:

Der Ehemann hat Weihnachten 2013 einen schweren Schlaganfall erlitten und lag mehrere Monate im Koma und vegetiert im wahrsten Sinne des Wortes unter erbärmlichsten Bedingungen irgendwo in der Elfenbeinküste vor sich hin.

Wegen der Schwere der Erkrankung, dies zudem in der Elfenbeinküste, ist die Prognose eher schlecht und demnach wohl jene „biologische“ Lösung, die nach den fast zwei Jahrzehnten Bemühungen um ein Menschenrecht, des Zusammenlebens, jene Dienststellen letztendlich zu verantworten haben, die dieses verhinderten!

Ach ja. Wie wirbt Berlin so schön immer:
„Für Vielfalt und Toleranz“,
meint aber sicher:
„Besser nicht so viel davon,
wie auch immer“.

Irmela Mensah-Schramm

Berlin, den 14.6.2015

Irmela Mensah Schramm Online
http://www.hassvernichtet.de/
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