"So nicht!": Klinikum Westfalen gegen Krankenhausreform

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Mitarbeiter und Geschäftsführung des Klinikums Westfalen protestieren gegen die "Luftnummer" Krankenhausreform. (Foto: Klinikum Westfalen)

Das Klinikum Westfalen mit seinen vier starken Standorten Knappschaftskrankenhaus Dortmund-Brackel, Knappschaftskrankenhaus Lütgendortmund, Klinik am Park in Lünen und Hellmig Krankenhaus in Kamen beteiligte sich aktiv am zentralen Aktionstag der Krankenhäuser gegen die geplante Krankenhausreform am gestrigen Mittwoch, 23. September.

Die Mitarbeitern brachten um 12 Uhr in einer “Aktiven Mittagspause“ vor dem Haupteingang des Knappschaftskrankenhauses Dortmund Brackel  ihren Protest zum Ausdruck und ließen dabei ihre Botschaft „Krankenhausreform - So nicht!“ symbolisch per Luftballons Richtung Berlin fliegen.
 
Am frühen Morgen des 23. September machten sich etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter per Doppeldecker-Bus auf den Weg in die Bundeshauptstadt, um mit tausenden Kolleginnen und Kollegen aus ganz Deutschland an der zentralen Demonstrationsveranstaltung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Dachverband aller Kliniken im Land, vor dem Brandenburger Tor teilzunehmen.
 

Politik soll wachgerüttelt werden


„Wir wollen die Politik damit wachrütteln, denn wir brauchen eine Krankenhausreform, die dort ansetzt, wo die wirklichen Probleme sind“, kritisiert Andreas Schlüter, Geschäftsführer des Klinikum Westfalen. Der jetzt vorliegende Entwurf leiste das nicht. Die anhaltend schwierige Lage vieler Krankenhäuser, die hohen Belastungen des Personals, vielerorts Personalengpässe, Sanierungsstau infolge unzureichender Investitionsmittel und immer weiter steigender Behandlungsbedarf, insbesondere in den Notfallambulanzen - das seien die drängenden Probleme, die den Krankenhäusern unter den Nägeln brennen und zu deren Lösung die Krankenhausreform maßgeblich beitragen müsse.

Der Entwurf sehe Belastungen und Kürzungen vor, anstatt die Finanzierung des Personals in den Krankenhäusern zu sichern. Das erzeuge im Klinikum Westfalen sowie bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Recht Unverständnis, Protest und Empörung. „Mehr Qualität durch weniger Geld und Personal - diese Formel geht nicht auf“, unterstreicht Geschäftsführer Andreas Schlüter. Die von der Bundesregierung angestrebte „Stärkung der Pflege am Bett“ könne so unmöglich erreicht werden.
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