"Achtung, Zucker kann aufs Herz schlagen!"

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An Diabetes Mellitus erkrankt zu sein, erhöht das Risiko einer Herzerkrankung, so Chefarzt Dr. Marcus Rottmann und Oberarzt Joubair Mokaram. Foto: privat

An Diabetes Mellitus erkrankt zu sein, erhöht das Risiko einer Herzerkrankung, so Chefarzt Dr. Marcus Rottmann und Oberarzt Joubair Mokaram. Im Rahmen der Pulsschlagreihe von VHS und Klinikum Westfalen schilderten die beiden Ärzte der Klinik für Angiologie, Diabetologie und Kardiologie am Hellmig-Krankenhaus, was passiert, wenn der Zucker aufs Herz schlägt.

Viele Diabetiker sterben an einem Herzinfarkt warnt Chefarzt Dr. Marcus Rottmann. Auch deshalb kommt es darauf an, eine Diabetes-Erkrankung frühzeitig zu erkennen und konsequent zu behandeln. Oft jedoch wird die Zuckererkrankung erst spät erkannt, wenn eine Schädigung des Herz- Kreislaufsystems schon vorliegt.
Joubair Mokaram schilderte den Pulsschlag-Besuchern, was genau ein dauerhaft erhöhter Zuckerspiegel auslöst. Es können Gefäße darunter die Herzkranzgefäße geschädigt werden. Zugleich verändern sich Gerinnungsfähigkeit und Konsistenz des Blutes. Beides zusammen erhöht das Risiko deutlich, einen Infarkt zu erleiden. Auch die Gefahr ein Vorhofflimmern zu entwickeln und damit eine Herzrhythmusstörung mit erheblichen Nachfolgegefahren steigt deutlich an.
Ein weiteres Problem: Mit der Diabeteserkrankung gehen oft Nervenschädigungen einher. Dies kann dazu führen, dass ein Infarkt nicht wahrgenommen wird sondern „stumm“ bleibt und somit Notfallmaßnahmen nicht oder verspätet eingeleitet werden.
Unverzichtbar ist die optimale Blutzuckereinstellung, die das Herz-Kreislauf-Risiko deutlich verringert. Dies gilt auch in den frühen Jahren der Erkrankung. Wichtige Präventionsschritte sind daher, Hinweisen auf eine Diabeteserkrankung umgehend nachzugehen und die Kontrolle und Einstellung des Blutzuckerspiegels unbedingt ernst zu nehmen.
Zudem gilt es gerade bei einer Diabeteserkrankung, weitere zusätzliche Gefährdungen für Herz und Kreislauf zu vermeiden wie Bluthochdruck, Rauchen, erhöhten Alkoholkonsum und Übergewicht und auf regelmäßige Bewegung und gesunde Ernährung zu achten.
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