Alte Hausmittel versuchen oder besser ins Krankenhaus?

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Beim Infoabend der Familienbande Kamen stellte Kristin Neuhäuser, Painnurse im Klinikum Westfalen, jetzt Möglichkeiten der Schmerztherapie vor. Foto: Klinikum Westfalen

Walnussblätter, Gänseblümchentee, Kartoffelumschläge, Hypnose, Tapes, Klangschalen oder ein chinesischer Glücksbrunnen - es gibt viele Mittel, um Schmerzen zu lindern. Ganz ohne Tabletten.

Beim Infoabend der Familienbande Kamen stellte Kristin Neuhäuser jetzt verschiedene Möglichkeiten vor und nannte auch äußere Faktoren, die das Schmerzempfinden eines Menschen beeinflussen können. Positives Denken, das Zusammensein mit netten Menschen, eine schöne Umgebung - kurz alles, was einem gesunden Menschen gut tut, hilft auch dem Schmerzpatienten. Als speziell aus- und fortgebildete Painnurse (Schmerzschwester) weiß Kristin Neuhäuser freilich auch, dass es nicht immer ohne klassische Medikamente geht und man auch davor keine Angst haben muss.
Wichtig ist es, den Schmerz auf jeden Fall ernst zu nehmen und sich nicht etwa mit ihm abzufinden. „Niemand muss und soll heute noch unter Schmerzen leiden“ – lautet die Philosophie, der sich das Klinikum Westfalen verpflichtet hat. Im Hellmig-Krankenhaus Kamen wie an den drei weiteren Standorten des Klinikums Westfalen in Dortmund-Brackel, Lütgendortmund und Lünen werden alle Patienten nach diesem Prinzip behandelt.
Im Knappschaftskrankenhaus Dortmund-Brackel, an dem Kristin Neuhäuser tätig ist, gibt es darüber hinaus eine Schmerzambulanz, in der erfahrene, speziell ausgebildete Mediziner und Therapeuten arbeiten.
Die Schmerzschwester berichtete aus Ihrem Alltag, in dem sie Patienten begegnet, die seit vielen Jahren leiden und sich beinahe aufgegeben haben. Diesen Menschen neuen  Mut zu geben und sie von ihrem Schmerzen zu befreien oder sie zumindest auf ein erträgliches Maß zu reduzieren, ist ebenso Aufgabe der Painnurse wie die richtige Einschätzung von Schmerzen und die Linderung in akuten Fällen. Die ganzheitliche Betrachtung des Patienten hilft, eine optimale und individuell passende Form der Schmerzbekämpfung zu finden.
Den Zuhörern in Kamen riet Christin Neuhäuser, sich einen gut ausgebildeten Schmerztherapeuten zu suchen, der sie und ihre Schmerzen erst nimmt und sich Zeit für die Behandlung lässt. „Solche Ärzte sind nicht immer leicht zu finden und manchmal muss man lange warten, bis man einen Termin bekommt. Aber die Mühe lohnt sich, wenn am Ende ein lebenswertes Leben ohne Schmerzen steht.“
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