Korrekte Mülltrennung - sonst Strafe!

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Anlieferungvon Bio-Müll. Foto: GWA

Biomüll gehört in die Tonne mit dem grünen Deckel. Wertstoffe in die gelbe Tonne. Eigentlich ein Kinderspiel. In Kamen gibt es aber - wie auch in anderen Städten des Kreises Unna - zunehmend Probleme mit falschem Abfall. Die Stadt Kamen geht nun in die Offensive. Ab Montag werden die Tonnen kontrolliert.

von eberhard kamm

Kamen. Ab dem 1. Januar 2017 werden die Regeln der Mülltrennung bundesweit verschärft. Nur 0,1 Prozent Störstoffe werden zugelassen (bislang liegt der Prozentsatz bei 0,2). In Kamen sind im letzten Jahr 1.800 Tonnen fertiger Kompost verbrannt worden, da sich die Bürger selbst an die 0,2 Prozentgrenze nicht gehalten hatten. "Das verursacht Kosten, die jeden Bürger betreffen, selbst diejenigen, die vernünftig trennen", so Andreas Hellmig von der GWA.
"Abfall landet oft in den falschen Tonnen, das beginnt bei Windeln in der gelben Tonne, Porzellan und Glas, Staubsaugerbeutel und Kleidung oder auch Restmüll in der Biotonne", umreißt Andreas Schneider, Abteilungsleiter Abfallwirtschaft im Kreis Unna, die Thematik. Diese falsche Trennung treibe die Kosten in die Höhe. Das gehe zu Lasten aller Bürger und damit auch der vorbildlichen Müll-Trenner.
Fremdkörper im Biomüll sorgen außerdem bei der Kompostierung für Probleme. Der eigentlich gute Kompost findet dann keine Abnehmer und muss teuer entsorgt werden. Schluss damit, sagt die Stadt Kamen und kündigt ab Montag Mülltonnen-Kontrollen an. Sollte die Tonne falsch befüllt worden sein, bekommt sie erst einen gelben und bei "Wiederholung" einen roten Aufkleber. Dann bleibt die Tonne ungeleert stehen. Zudem wird auf der gelben oder roten Karte angekreuzt, welche Art von Müll der Mitarbeiter in der Tonne gefunden hat.
Bei offensichtlicher Zuwiderhandlung wird die grüne gegen eine graue ersetzt, was zur Folge hat, dass der Müllverursacher höhere Abfuhrkosten tragen muss.
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