Schlaganfall - Hirntod - Organspende, Antworten von Knut Humbroich, Facharzt-Neurologie

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Wenn der Verdacht besteht, dass ein Schlaganfall vorliegen
könnte, müssen Angehörige sehr schnell handeln. Schon
beim verständigen des Notrufes sollte darauf hingewiesen werden,
damit auch ein Notarzt unter den Ersthelfern ist.

Bei einem Schlaganfall kommt es – wie auch beim Herzinfarkt –
auf jede Minute an. Damit das Gehirn vor weiterem Schaden geschützt
werden kann, bedarf es neben der Erstversorgung durch den
Notarzt einer raschen Akutbehandlung auf einer neurologischen
Spezialstation; der Stroke Unit.
Dort arbeiten Neurologen, Neurochirurgen, Neuroradiologen,
Intensivmediziner und Internisten mit weiteren Spezialisten zusammen.

Stroke Units sind spezialisierte Abteilungen für die Diagnose
und Behandlung des Schlaganfalls, die von der Deutschen
Schlaganfall - Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall - Hilfe
zertifiziert werden. So wird ein weitgehend einheitlicher Diagnose und Behandlungsstandard gewahrt.

Ich habe Heute mit Knut Humbroich, dem Facharzt für Neurologie
Leitender Arzt Neurologie
Leitender Arzt MS-Ambulanz
Leitender Arzt Stroke Unit
des
Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke gemeinnützige GmbH
gesprochen

Er erklärte mir den Ablauf, nachdem der Hirntod festgestellt wird,
wie er im Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke gehandhabt wird.

Hier ein Link, unter dem erklärt wird welche Untersuchungen zu machen
sind, um den Hirntod zweifelsfrei festzustellen und wie sie zu machen sind;

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Organspende+Tr...

Herr Humbroich erklärte mir, dass es ihm wichtig ist,
Wert auf den moralischen und menschlichen Aspekt zu legen.
Das auch ein Mensch der Hirntod ist und seine Angehörigen respektvoll
behandelt werden und sich in Ruhe mit der Situation abfinden dürfen.
Ferner biete das Krankenhaus einen Raum zur Aufbahrung und zur
Verabschiedung vom Toten.

Wenn nach allen Untersuchungen sicher sei, dass ein Hirntod bestehen könne,
und/oder besteht, wird den Angehörigen dies mitgeteilt und nach dem Willen
des Patienten zur Organspende gefragt.
Da ein Mensch nach Feststellung des Hirntodes juristisch betrachtet Tod
ist, werden organerhaltende Maßnahmen nur durchgeführt,
wenn eventuell ein Wille zur Organspende bestehen könnte und die
Angehörigen darüber beraten müssen.

Seit 2012 ist per Gesetz eine Patientenverfügung bindend für Ärzte.
Darin kann man sich selbst für jede medizinische Eventualität, die einen
Treffen kann juristisch absichern.
Ferner empfiehlt sich eine Vorsorgevollmacht,
damit Hinterbliebene sich um alle nötigen belange kümmern können.

Es ist nichts womit man sich beschäftigen möchte, solange es einem gut
geht. Jedoch muss man dieses Wissen spätestens dann haben, wenn man selbst oder Angehörige betroffen sind.

Möge uns die Gesundheit nicht verlassen.
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