Zeit für ganz Kleinen - Angebote für Berufstätige in Kamener Kitas

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Mit mehr Zeit für die Betreuung von Kindern - auch den ganz kleinen, wie hier in der Kita Monopoli - möchten die Kamener Kitas Abhilfe für gestresste Eltern und ihre Sprösslinge schaffen. (Foto: Anja Jungvogel)
Kamen: Kamen |

Alleinerziehende und Berufstätige haben es schwer Familie und Beruf gleichermassen zufriedenstellend zu managen. Wenn die Großeltern als Hilfe nicht in der Nähe, der Job keine Auszeit zulässt und eine Tagesmutter nicht erschwinglich ist, dann wird es eng, zeitlich wie nervlich. Spezielle Angebote der Kamener Kitas versuchen Abhilfe zu schaffen.

Kindertagesstätte im DRK-Familienzentrum „Monopoli“ hat in der Gertrud-Bäumer-Straße 13a zwei Betreuungsgruppen für die ganz Kleinen ab vier Monaten eingerichtet. Damit soll dem wachsenden Leistungsanspruch an Frauen entgegengesteuert werden, die sich eine längere Babypause von Seiten des Arbeitgebers nicht leisten können. „Die Nachfrage ist sehr groß. Größer noch als bei den Plätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren“, erklärt Kita-Leiterin Antje Schnepper. Die Warteliste ist 20 bis 30 Anfragen lang für die insgesamt 20 Plätze in den zwei Gruppen für die ab vier Monate alten Babys.
Die Kita ist beliebt und mit 14 Angestellten, inklusive Halbtagskräften, verhältnismäßig gut besetzt. Einige Erzieher sind dabei als Fachkräfte speziell für die Betreuung von Babys und Kleinkindern ausgebildet und spezialisiert worden. „Es sind hauptsächlich Kamener Eltern, die wieder früh zurück in den Job müssen, die bei uns anfragen“, sagt die Kita-Leiterin. Das Konzept der langsamen Eingewöhnung der Kleinsten kommt gut bei den glücklichen Eltern an, die ein Platz in der Betreuung bekommen. In den ersten Wochen sind die Eltern stundenweise bei der Eingewöhnung ihrer Schützlinge in die neue Kita-Situation dabei, erleben für die Kinder wichtige Tagesrituale, wie das gemeinsame Frühstück oder das Singen eines Lieds zum Tagesausklang, mit. Nicht nur die Babys sollen Vertrauen zu ihren Bezugspersonen aufbauen, sondern auch die Eltern in das Kita-Personal. Wie viele Stunden die Eltern ihre Kindern zur Betreuung geben, das kann individuell festgelegt werden. Nach ihrer Zeit in der jüngsten Gruppe können die Kinder unbürokratisch in eine der beiden Betreuungen für die Drei- bis Sechsjährigen wechseln.

Für berufstätige Eltern bieten Kamener Kitas Randzeitenbetreuung und neue Gruppen an

Die Kindertagesstätte im AWO-Familienzentrum „Atlantis“, Ludwig-Schröderstraße 20, bietet ab sofort eine Randzeitenbetreuung an, denn ein weiteres Problem für Alleinerziehende und Berufstätige sind lange Arbeitszeiten, die nicht immer mit den Öffnungszeiten von Kitas korrespondieren. „Gerade Mütter arbeiten häufig in Pflegeberufen mit Schichtdienst, in der Gastronomie oder im Einzelhandel und benötigen auch schon mal Betreuungszeiten bis 19 Uhr. Viele behelfen sich privat mit wechselnden Betreuungspersonen“, weiß Atlantis-Leiterin Cornelia Gorny.
Montags bis freitags können Kindergartenkinder auch von 16 bis 19 Uhr von erfahrenem Personal betreut werden. Dabei besteht für die Kinder die Möglichkeit das komplette Raum- und Beschäftigungsangebot des Familienzentrums nutzen zu können.
Weitere Information zu den beiden Kitas finden Sie online unter http://www.kita-monopoli.de/familienzentrum.html und http://www.awoubunna.de/kigawerke/atlantis/.
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