CVJM Kamen triumphiert bei der Deutschen Indiaca-Meisterschaft

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Die erfolgreiche Herrenmannschaft des CVJM Kamen (hinten v.l.): Mark Potthoff, Matthias Vollmer, Christian Ewald und Stephan Ostermann; (vorne v.l.): Alexander Weber, Daniel Marquardt und Nils Quellenberg. (Foto: privat)
 
Damen: v.l.n.r.: Nadine Heßler, Nathali Boese, Frederike Schmidt, Katrin Hampel, Sina Kiszka, Annika Wilkens und Sandra Dennighoff (Foto: privat)
Kamen: Kamen |

Bei der CVJM-DM in der oberfränkischen Stadt Naila bestätigt die 1. Herrenmannschaft ihre gute Form und sichert sich den Deutschen Meister Titel.

Der CVJM Kamen reiste mit 2 Teams in die knapp 500km entfernte Kleinstadt Naila nahe der Grenze zu Tschechien. Für die Herrenmannschaft gab es dieses Jahr nur ein Ziel: Den Meistertitel! In einer äußerst schweren Vorrundengruppe mit dem CVJM Bindlach (41:31), CVJM Sylbach (31:37), EHG Karlsruhe (36:34), CVJM Rußheim (37:32) und der EJ Malmsheim (38:33) sicherte man sich direkt den 2. Platz der Vorrunde. Die einzige Niederlage gab es gegen die starken Sylbacher. Leistungsmäßig war aber noch viel Luft nach oben, da das gesamte Team zwischendurch unkonzentriert spielte. Zog das Kamener Team auf einige Punkte dem Gegner weg, schlichen sich immer wieder Fehler in das Spiel, sodass der Gegner häufig wieder auf 2 Punkte rankam. Im Viertelfinale am Sonntag zeigten die Sesekestädter jedoch sofort, dass Sie sich nicht von ihrem Weg ins Finale ablenken lassen wollten.

Mit 41:30 siegte man im Viertefinale direkt deutlich gegen EJ Gündelbach und marschierte weiter ins Halbfinale. Dort hieß der Gegner CVJM Bayreuth. Diese waren in ihrer Gruppe der Vorrunde erster geworden. Kein leichter Gegner also, aber darauf wartete man im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft sowieso nicht. Das Spiel hielt natürlich auch das was es versprochen hatte: Einen großen Kampf um den Einzug ins Finale. Es wurde deutlich, dass die Kamener an diesem Tag deutlich konzentrierter spielten und die Fehler des vorigen Tages merklich reduziert wurden. Mit einem doch eindeutigen 39:31 besiegte man schlussendlich auch die Mannschaft aus Bayreuth. „Finale oho“, tönte es aus den Mündern der Spieler, die noch einige Zeit des Wartens bis zum Finale ertragen mussten, da alle Finalspiele einzeln ausgetragen wurden.

Da konnte das große Finale starten. Aber wer war der Gegner? Kein Geringerer als die Mannschaft des CVJM Sylbach, welche Kamen in der Vorrunde die einzige Niederlage bescherte. Das war an Brisanz nicht zu überbieten, jetzt konnte man sich revanchieren. Dank dem Web 2.0 wurde der ganze Verein durch einen Liveticker per „Whatsapp“ auf dem Laufenden gehalten und verpasste keine Spielszene. Das war auch gut so, denn dieses Finale bot den Zuschauern in der Halle und den eifrigen Lesern des CVJM Kamen spannende Ballwechsel auf allerhöchstem Niveau. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, sodass nach einer Führung im Gegenzug direkt der Ausgleich gelang. Nach zwei Mal 9 Minuten hieß es dann 35:35. Nach dem Indiaca-Reglement gab es eine Nachspielzeit von zwei mal 3 Minuten. In diesen sechs Minuten spielten die Kamener sich weiter in einen Rausch und nutzten die Chancen zur Führung eiskalt aus.

Nach dem Schlusspfiff konnte man auf der Anzeigetafel ein 50:48 lesen. In der Halle gab es viel Applaus, die Spieler lagen sich in den Armen und auf den Smartphones und im Internet hagelte es Glückwünsche. Endlich sicherten sich die Herren wieder einen Meistertitel. Und der hat es doppelt in sich. Der Vorsitzende des CVJM Kamen nach dem Spiel: „Mit dem insgesamt sechsten Titelgewinn löst Kamen den bisherigen Rekordmeister Niederschelden an der Spitze der ewigen Tabelle ab! Bei dieser Mannschaft geht noch einiges…“ Dritter wurde übrigens die Mannschaft aus Karlsruhe.

Die Mission „Titelverteidigung“ der Damenmannschaft missglückte leider. Kurzfristig hatte noch eine Hauptangreiferin abgesagt, so dass das Team auf zwei starke Angreifer verzichten musste. Den Ausfall konnte Trainerin Nathali Boese mit der spontanen Verpflichtung von Sina Kiszka kompensieren. Dennoch konnte das Team der Damenmannschaft nicht an den Erfolg des letzten Jahres anknüpfen und verlor unglücklich in der Vorrunde am Samstag mit einem Punkt gegen Bindlach. Die Teilnahme der Zwischenrunde war dadurch nicht mehr möglich.

Die Spiele am Sonntag bestritt das Team weiterhin engagiert mit Siegeswillen und gewann dann auch alle. Dennoch musste man sich mit dem siebten Platz zufrieden geben. „Das Potential ist bei den jungen Spielerinnen vorhanden und muss weiter gefördert werden.“, so Trainerin Boese. Das zeigte sich im letzten Spiel, in dem die „alten Hasen“ Frederike Schmidt und Nathali Boese der Jugend die Chance gaben, sich zu beweisen. Im kommenden Jahr wird das Trainergespann versuchen, mehr Routine in die Spielabläufe zu bekommen und den jungen Spielerinnen die Nervosität zu nehmen. Es wird auf jeden Fall der Titel auf der Deutschen Meisterschaft 2014 anvisiert.

Für den CVJM Kamen spielten:

Damen: Nathali Boese, Sandra Denninghoff, Kathrin Hampel, Nadine Heßler, Sina Kiszka, Frederike Schmidt und Annika Wilkens

Herren: Christian Ewald, Mark Potthoff, Daniel Marquardt, Nils Quellenberg, Matthias Vollmer, Stephan Ostermann und Alexander Weber
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