"Dem Ball ist egal, von wem er getreten wird" - Integration durch Sport

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Die "Integrative Kraft des Sports nutzen" ist das Moto, unter dem Fabienne Caiazza, Ingelore Peppmeier, Hermann Korfmacher, Sascha Stelter, Carsten Jaksch-Nink und Hermann Hupe die neue Sportanlage der Flüchtlingsunterkunft präsentieren.

Strahlende Augen und lachende Gesichter: Kinder, die mit ihrer Freude einfach ansteckend sind. Dies ist definitiv nicht das erste Bild, das einem in den Kopf kommt, wenn man an Flüchtlingskinder in ihren Unterkünften denkt. Doch ein Spende des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) sorgt seit neuestem in der Kamener Flüchtlingsunterkunft, Dortmunder Allee, für genau diese Glücksgefühle.

FLVW-Präsident, Hermann Korfmacher überreichte der Stadt Kamen eine Basketballanlage, Tore und Bälle, die nun den Flüchtlingen zur Verfügung stehen.
Der Hintergrund: „Fußball ist gelebte Integration, dem Ball ist egal wer ihn tritt.“, erklärt Carsten Jaksch-Nink, Direktor des FLVW.

Vereinssport als Integration

Und das Maßnahmenpaket geht noch weiter. Ziel ist es durch Vereinssport eine abwechslungsreiche und sinnvolle Freizeitbeschäftigung während der laufenden Verfahren zu schaffen und spielerisch die Integration und Deutschkenntnisse zu fördern. Hierzu hat die „sports for europe“, die Tochter des FLVW, Anfragen an alle Kamener Sportvereine geschickt und veranstaltet am Montag den 15. Februar eine Informationsveranstaltung im SportCentrum Kamen Kaiserau um rechtliche Fragen, aber auch Fragen im kulturellen und gesellschaftlichen Zusammenhang zu beantworten. Außerdem möchten Stadt und Verband in Erfahrung bringen, welche Vereine bereits in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind und gegebenenfalls ihre Hilfe anbieten. „Wir wollen die Vereine konkret unterstützen.“, macht Korfmacher deutlich. „Die Vereinsberater des LandesSportBundes und des FLVW können von den Vereinen jederzeit auch über den Verband angefordert werden.“
Die breit gefächerte Unterstützung in dem Bereich zeigt sich auch darin, dass der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband bereits 3000 Spielpässe für Flüchtlinge in NRW ausgestellt hat. Sport als Ort der Integration soll nicht durch bürokratische Hürden beeinträchtigt werden.
Außerdem wird zur Zeit ein Aktionstag im März/April geplant, bei dem sich die verschiedenen Sportvereine vorstellen und präsentieren können.
Auch Bürgermeister Hermann Hupe zeigt sich begeistert von dem Projekt und versichert, dass in Kamen andere Wege der Unterbringung gesucht werden, statt Sporthallen zu besetzen, um das Sportangebot und die damit verbundene leichtere Integration nicht zu gefährden.
Denn beim Spielen mit Gleichaltrigen lassen sich die Erlebnisse auf der Flucht und auch die derzeitige unsichere Situation für einen Moment vergessen und ein Gefühl der Gemeinschaft kann entstehen.
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