"Maikäfer flieg!" - Und bitte ganz, ganz weit weg!

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Ingo Meier, Manfred Meier, Joachim Klemmer und Leon Stange beim "Maikäfer-Sondereinsatz" vor zwei Jahren. Archiv-Foto: Kleingartenverein

Der Maikäfer: Des Kindes Freud und des Kleingärtners Leid. Galt der eindrucksvolle Käfer vor langer Zeit noch als seltenes Exemplar, ist er heutzutage für viele zur Plage geworden. Davon können auch die Bergkamener Kleingärtner am "Haus Aden" ein Liedchen singen - allerdings ein anderes als 1974 Reinhard Mey mit "Es gibt keine Maikäfer mehr".

"Die hungrigen Tierchen vertilgen so ziemlich jede erreichbare Wurzel, knabbern Pflanzen und Bäume an. In jedem einzelnen Garten befinden sich unter der Erde unzählige Engerlinge", verrät Kirsten Althoff, Vorsitzende der Kleinartenanlage "Haus Aden". Sie selbst hatte erst kürzlich bei der Anlage eines Teiches 20 Maikäfer ausgegraben. "Die Tiere sind sehr robust. Wir sammeln sie auf und versetzen sie."
Abend gibt es in der Kleingartenanlage "Haus Aden" schon lange keine Beleuchtung mehr, um die Tiere möglichst nicht anzulocken. Auch Solarlampen sind tabu.
Die Vereinsmitglieder sind verzweifelt und hatten vor zwei Jahren sogar einen "Sondereinsatz" gegen die Plagegeister gestartet. Alles wurde umgegraben und neuer Mutterboden bestellt. Doch genutzt hat es kaum. Die Maikäfer kommen immer wieder hierhin zurück. Und keiner will schließlich mit der chemischen Keule drohen.
Da hilft kein Seufzen, aber immerhin die frohe Botschaft, dass die unliebsamen Käfer als Nahrungsquelle für viele Singvögel dienen. Und über diese freuen sich die Kleingärtner natürlich sehr.
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