Muziek-Biennale: Spirituelle Supernova über Hoerstgen

Wann? 02.10.2016 18:00 Uhr

Wo? Evangelische Kirche, Hoerstgen, Dorfstraße, 47475 Kamp-Lintfort DE
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Lässt am 2. Oktober 2016 neue Sterne über Kamp-Lintfort aufziehen: Der Kölner Organist und Cembalist Léon Berben.
Kamp-Lintfort: Evangelische Kirche, Hoerstgen | Muziek-Biennale: Spirituelle Supernova über Hoerstgen
Léon Berben spielt am 2. Oktober ab 18 Uhr Bearbeitungen über „Wie schön leuchtet der Morgenstern“

Die Weidtman-Orgel von Hoerstgen aus dem Jahr 1731 hat sich in den zurückliegenden Durchgängen der „Muziek-Biennale“ – als dienstälteste spielbare Orgel der Niederrheinregion – immer wieder als heimliche Protagonistin beim Wachküssen von schlummernden Schätzen der Musikliteratur bewährt.
Diesmal wird es der Kölner Organist Léon Berben sein, unter dessen Händen am Sonntag, 2. Oktober 2016, 18.00 Uhr ein ganzer Stapel verschollen geglaubter Handschriften und renommierter Meisterwerke aus dem 17. Jahrhundert – von Jan Pieterszoon Sweelinck über Samuel Scheidt bis zu Dieterich Buxtehude – zu neuem Leben erweckt wird.
In Korrespondenz mit dem Motto des Festivals „Morgen“ wird der gebürtige Niederländer und letzter Schüler Gustav Leonhardts sprichwörtlich neue Sterne über der evangelischen Kirche in Hoerstgen aufziehen: Im Mittelpunkt des Programms stehen Bearbeitungen über den Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern.“
Ein mystisches Brautlied hatte der lutherische Hofprediger von Herdecke und Pfarrer von Unna Philipp Nicolai zu Papier im Kopf, als er das Lied im Jahr 1597 als Zusammenschnitt des 45. Psalms, des Hohen Liedes der Liebe und der Offenbarung des Johannes samt Melodie zu Papier gebracht hat. Seitdem dient das Stück immer wieder als Vorlage für vielfältige musikalische Bearbeitungen. Einige davon gehören zum Kernbestand des klassischen Konzertrepertoires, andere verbringen abseits von allen Standardprogrammen einen Jahrhunderte dauernden Dornröschenschlaf und schlummern unveröffentlicht in abgelegenen Archiven und Bibliotheken.
Seit die „Muziek-Biennale“ erstmals an dem historischen Instrument zu Gast gewesen ist, gehört es zum guten Ton in der Hoerstgener Dorfkirche, dass die Orgel bei diesen Anlässen nicht elektrisch, sondern von der Hand eines lebendigen Kaltanten mit dem nötigen Wind versorgt wird.
Dank eines großzügigen Zuschusses des „Kulturraum Niederrhein e. V.“ kann der Eintritt zu der Veranstaltung frei bleiben. Spenden sind jederzeit herzlich willkommen.
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