Immer weniger Händler auf den Stadtfesten

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Ist Ihnen das auch schon aufgefallen, das immer weniger Händler auf den hiesigen Stadtfesten zu finden sind. Aber dafür immer mehr Taschen, Kleider und China Importe

Können Sie sich vorstellen warum das so ist?

Dafür sollten wir erst einmal wissen wofür diese Stadtfeste überhaupt gemacht sind.
Ursprünglich dienten die Feste hinter der Stadtmauer als Dank für eine gute Ernte und um den Zusammenhalt der Stadtgemeinde zu fördern.

Heute dienen diese Feste eher, der Unterhaltung und dem Kommerz. Ein Stadtfest war für die ortsansäßigen Händler immer ein zusätzlicher Verkaufstag und spielte ihnen noch etwas zusätzliches Geld in die Kassen. Gegen eine kleine Gebühr in die Stadtkasse, durften so auch Händler von außerhalb in die Stadt und ihre Waren feilbieten. Das hat zwar so manchen ansäßigen Händler gestört, diente aber auch der Kommunikation um Neues aus der Nachbarstadt zu erfahren. Und so kam auch manche Ware in die Stadt, die es sonst nie gegeben hätte.

Heute ist der eigendliche Gedanke fast völlig dem Kommerz gewichen und man stellt dadurch immer mehr unzufriedene Besucher fest.
Was ist passiert? Schuld sind die Städte selbst, sie übergaben die Planung den ansäßigen Werbegemeinschaften, weil diese Vereine viel näher an der Basis sitzen als sie selbst. Das klappte auch viele Jahre sehr gut und der Handel florierte. Wie es aber immer so ist, geht es dem Esel zu gut übergibt er seine Arbeit einem anderen. Und hier kommen nun die Veranstaltungsdienstleister ins Geschehen. Nun ist es vorbei mit den normalen Gebühren, nun möchte ein Dritter auch daran verdienen und es wurde teurer und teurer. Argumentiert wird hier natürlich mit der auferlegten Sicherheit und den Anforderungen seitens der Stätte und Gemeinden. Und so kommt es, das wir nur noch Speisen, Getränke, vielleicht mal das eine oder andere Karussell, ein bis zwei Obst und Gemüsehändler, einen Blumenverkäufer haben und dann kommen Taschen, Taschen, Taschen und noch mehr Taschen. Dazu gesellen sich dann die Händler aus der Handy und China Sparte natürlich auch hier in 3-10 facher Ausführung und die Kleider Verkäufer dürfen wir hier auch nicht vergessen. Wir haben also keine Stadtfeste mehr, sondern Stadt Basare von dem heimische Händler immer mehr mit der Unterstützung und Duldung der Stätte verdrängt werden.
Nehmen wir mal die Werbegemeinschaft Rheinberg, die hat Ihr Stadtfest in die Hände des Veranstalters Richter gegeben und dieser Veranstalter verlangt für einen 3x3 Meter Stand einen Betrag von 83,60€ am Tag. 83,60€ für 9qm Verkaufsfläche.
Nun wissen Sie, warum es immer weniger Händler auf den Stadtfesten gibt und geben wird, wenn das so weitergeht. Es wird schon lange nicht mehr soviel Geld verdient und verdient werden, das man solche Preise zahlen kann. Bei 50€ am Tag muss wirklich Schluß sein. Ich wünsche dennoch allen Besuchern viel Spaß und gute Geschäfte, sollten Sie mit mir einer Meinung sein, dann sagen Sie das Ihrer Gemeinde oder Werbegemeinschaft. Die Wochenmärkte sind schon am sterben, lassen Sie es nicht zu das auch unsere Stadtfeste zerstört werden. Die Händler untereinander reden schon lange über diesen unmöglichen Zustand aber keiner traut sich was zu sagen weil Ihre Existenz davon abhängt. Vielleicht kann mein Beitrag ja etwas bewirken......
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