Zwischen Ziegenkäse und Granatapfel

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Neugierige Blicke: Die Kinder des St. Anna Kindergarten waren fasziniert von der bunten Welt des Supermarktes. Die Kaufpark-Mitarbeiterin Sandra Spandick (re.) erklärte alles Wissenswerte rund ums Thema Käse. Das Bild zeigt ebenfalls die Leiterin des Kindergartens Ulla Czechan (li.) und Ute Koch (hinten re.). (Foto: Heike Cervellera)

„Der ,alte Schwede‘ schmeckt am besten, auch wenn er stinkt“, erklärt mir der kleine Erik und pustet mir seinen käsegetränkten Atem entgegen.


Gerade mal fünf Jahre sind die meisten der Kindergartengruppe, die mir lautstark und enthusiastisch in der Obst- und Gemüseabteilung im Rheinberger Kaufpark begegnet.
„Ich wusste, dass das eine Mango ist“, höre ich auf der einen Seite, während es in meinem linken Ohr kreischt: „Ich hab den Granatapfel sofort erkannt.“

Kannte meine Generation als Kind eher Apfel, Birne und Kirschen, sind es heute Papaya, Mango und Physalis. Und auch in den restlichen Lebensmittelgruppen reicht das Wissen der kleinen Supermarktdetektive schon von A wie Avocado bis Z wie Ziegenkäse. Und der scheint in der Verkostung ganz weit vorne zu liegen.
Denn neben einer umfangreichen Entdeckungstour im Obstbereich, durften die Kinder auch an einem extra eingerichteten Käsestand die verschiedenen Sorten auf Geschmack, Geruch und Konsistenz prüfen.

Überraschend für mich: Der Ziegenkäse kam bei den kleinen Testern besonders gut an, dicht gefolgt von - man staune - Weichkäse und dem gelben Liebling Gouda. Die törichte Unterstellung, in Deutschland würde die nächste „Generation Mc Donalds“ heranwachsen, sollte damit widerlegt sein. „Bei unserem Frühstücksbuffet achten wir immer auf eine bunte Vielfalt. Obst und Gemüse stehen jederzeit bereit“, erläutert Ulla Czechan, Leiterin des Kindergartens St. Anna. Der Besuch im Kaufpark ergänzt das Wissen der Kinder, der durch den AKNM-Frühförderworkshop „Gesunde Ernährung“ erst möglich wurde.

AKNM steht für Arbeitskreis Neue Medien in Kindergärten und Schulen. In den vergangenen Jahren nahmen bereits 90.000 Vorschulkinder an diesem Projekt teil. In diesem Jahr übernahm die REWE-Gruppe, vertreten durch den Kaufpark, diese Bildungspatenschaft, und das mit ganzem Herzblut.
Marktleiter Ulrich Meyer strahlte übers ganze Gesicht, als die Kinder ihm Löcher in den Bauch fragten. Schwups, hatte das erste Kind schon seine Hand erfasst und das zweite griff ebenfalls sofort zu.

„Für mich ist es wichtig, dass Kinder Produktkunde direkt vor Ort lernen. Man muss die Dinge in den Händen halten, probieren und staunen. Das ist zum einen spannender und auch nachhaltiger. Gerade die jüngste Generation sollte früh lernen, was gesunde und ausgewogene Ernährung bedeutet“, so Meyer, der dem Charme der Rasselbande sofort erlegen ist.

Ob Obst- und Käseprobierstationen, ein Extra-Teller Fleischwurst, ein Besuch im Kühlhaus und Warenlager, Meyer zeigte ihnen alles, was es zu sehen gab.
Besonderes Highlight für die Kinder: das Flaschenrückgabesystem für Ein- und Mehrwegflaschen. Was passiert hinter der Fassade? Neugierig und mittlerweile dezibelstark staunten die Kinder nicht schlecht, als das zurückgegebene Leergut über ein an der Decke laufendes Fließband ins Lager fuhr.

Abschluss der lustig lehrreichen Exkursion: der obligatorische Gang zur Kasse. Jeder, aber auch wirklich jeder durfte es tun: Das magische „Pling“ ertönen lassen, wenn die Ware über den Scanner gezogen wird. Wer zu klein war, wurde kurzerhand auf die Kasse gesetzt.

Die theoretische Fundierung mit der AKNM-Bildungsreferentin Dempewolf festigte die Erfahrung und das Erlernte am folgenden Tag.
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1 Kommentar
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Wolfgang Schroeder aus Iserlohn-Letmathe | 28.11.2014 | 06:40  
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