Herren 3 der BG Duisburg-West nicht bezirksligatauglich

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Kamp-Lintfort: Ernst-Reuter-TH | Mit einer unnötigen 60:66 Niederlage kehrten die Herren 3 der BG vom Auswärtsspiel bei der vierten Mannschaft der BG Kamp-Lintfort zurück und können damit bis auf Weiteres alle Gedanken über einen möglichen Aufstieg abharken. Mit der teilweise gezeigten indiskutablen Leistung hat die Mannschaft aber auch nichts in der Bezirksliga zu suchen.

Gegen eine nicht unbedingt junge Lintforter Mannschaft waren die Vorgaben von Coach Rimpler eindeutig. In der Defense sollten die Gegner eng verteidigt, viel Druck aufgebaut werden und den Gastgebern möglichst keine einfachen Punkte gegönnt werden. Da die kleine Halle wenig Räume im Angriff bietet, sollte nach Ballgewinn schnell umgeschaltet und möglichst über Fastbreaks schnell der Weg zum gegnerischen Korb gesucht werden, bevor die Verteidigung sich überhaupt sortieren konnte.

Leider hielten sich die Westler nicht an die Vorgaben. Hinten ließ man den Lintfortern viel zu viel Platz, so dass diese in Ruhe ihre Angriffe aufzogen. Und vorne agierten man behäbig, umständlich, suchte viel zu selten den Weg zum Korb sondern versuchte sich im Drei-Punkte-Wettschießen, zumeist erfolglos. Einzig der Umstand, dass die Gastgeber von der Freiwurflinie reihenweise Punkte verschenkten (7 von 14 Freiwürfen wurden im 1. Viertel nicht verwandelt) sorgte dafür, dass die Duisburger nach dem 1. Viertel noch im Rennen waren und nur mit 12:15 zurücklagen.

Im 2. Viertel besannen sich die BGler endlich auf die Defensearbeit, waren näher am Gegner und forcierten sofort Ballgewinne, die man auch umgehend in Korberfolge umwandeln konnte. Bis zur Mitte des Viertels konnte das Spiel gedreht und der Rückstand in eine 24:19-Führung umgewandelt werden. Doch statt einfach so weiterzumachen, vernachlässigte man wieder die Defense und ließ die Lintforter erneut ins Spiel, die mit einer 29:28-Führung in die Halbzeit gehen konnten.

Mit klaren Worten wies Coach Rimpler seine Spieler auf die Defizite hin und forderte wieder eine konzentrierte, aggressive Defense. Im Angriff sollte der High-Post besetzt werden, um so die gegnerische Verteidigung besser binden zu können. Der erste Teil wurde im dritten Viertel umgesetzt und die Westler bekamen den Gegner immer besser in den Griff. Durch einen 8:0-Lauf zum Ende des Viertels konnte man sich einen vermeintlich beruhigenden 49:41-Vorsprung herausholen.

Einen Vorsprung, den man in den ersten Minuten des Schlussviertels noch ein wenig ausbauen konnte. Im trügerischen Gefühl, den Gegner nun endgültig im Griff zu haben, wurden dann aber die Vorgaben des Coaches nicht mehr befolgt. Die Lintforter bekamen im Angriff wieder viel zu viel Platz, den sie Dankend zu einem 21:0-Lauf nutzten, zumal die Westler auch in der Offense auseinanderfielen und ihr Glück nur noch in Einzelaktionen suchten.

Coach Rimpler war nach dem Spiel mehr als bedient: wer hinten nicht verteidigt, den Ball gemächlich im Alt-Herren-Tempo nach vorne bringt, der darf sich einfach nicht wundern, wenn er verdient. Erst recht, wenn man dann noch zwischen den Spielen eher unregelmäßig trainiert. Das Spiel wird jedenfalls noch Folgen haben.
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