Die Katastrophe feiern!

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Nur der Mast schaut noch heraus!
Kerken: Eyller See | Die Taucher sind schon ein komisches Völkchen! Was bei anderen als Katastrophe angesehen wird, wurde am Sonntag am Eyller See als großes Fest gefeiert. Die Versenkung eines Boots wurde unter dem Beifall der mehr als 100 Anwesenden durchgeführt.
Das Segelboot war von den Tauchern Kamp-Lintfort e.V. als Tauchattraktion für den eigenen Rossenrayer See angeschafft worden. Dort konnte das Schiff aber aufgrund von Widerstand, der anderen am See angesiedelten Vereine, nicht versenkt werden. So wurde kurzerhand ein Ausweichplatz für die Versenkung gesucht und mit dem Eyller See gefunden. Die Kooperation mit Clemens Venmanns (Niederrheintaucher) und Heiko Jürgens (Betreiber der Tauchbasis am Eyller See) war nach wenigen Tagen ausgehandelt. Damit stand der dem großen Ereignis nichts mehr im Weg. Am 20.05.2017 gegen 11:00 Uhr begannen die Taucher der Niederrheintaucher, das im Wasser liegende Boot, mit Hebesäcken zu stabilisieren. In einer gemeinsamen Aktion von vielen Tauchern der eingeladenen Vereine und Organisationen wurde das Wrack an seine Position gebracht. Dann gab es das Zeichen zum Öffnen der Ventile und der Wrack glitt langsam an seine letzte Ruhestätte. Zuletzt wurde an der, aus dem Wasser stehenden Mastspitze - in Piratenmanier - noch eine Flagge der Diwa (Tauchorganisation) gehisst. Damit war der schwere Teil des Tages erledigt. Beim der anschließenden gemütlichen Runde wurden bei Kaffee und Kuchen oder bei einem leckeren Spanferkelessen, viel Taucherlatein ausgetauscht. Der ein oder andere besuchte über den Tag auch nochmals das Wrack. Gegen 18 Uhr ging schließlich das Fest zuende. Damit ist der Eyller See um eine Tauchattraktion reicher. (mj)
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