Ausstellung im Fabrikgebäude

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Nur noch wenige Tage wird Norbert Leenders, „das letzte Klever Schüsterken“, in den Geschäftsräumen am Mittelweg verbringen. Leergeräumt ist schon jetzt die Werkstatt, die Maschinen stehen nicht mehr an ihrem altbekannten Platz, die Verkaufsfläche leert sich zusehends. Doch so ganz kann und will sich Norbert Leenders nicht aus der Arbeitswelt zurückziehen: Gemeinsam mit dem gesamten Team wird er künftig an der Sackstraße zu finden sein.

Doch bevor es soweit ist, dürfen sich Interessierte am Mittelweg noch einmal die Klinke in die Hand geben. Denn in den ehemaligen Fabrikationsräumen hat Norbert Leenders gemeinsam mit der niederländischen Künstlerin Martje Verhoeven eine Ausstellung organisiert, bei der sich alles um die Materialien Leder und Fell dreht.

Martje Verhoeven ist Niederländerin, aber sie lebt schon lange in Deutschland, ihre Heimatstadt heißt heute Kleve. „Ich reise viel - vor allem interessieren mich andere Kulturen“, erzählt sie vor einem ihrer Werke.

Reisen in andere Welten

Materialien aus der Natur sind die Basis ihrer künstlerischen Arbeit - diese Materialien findet sie zum einen vor der Haustür, zum anderen aber auch in den entlegensten Gegenden der Welt. „Dort suche ich bei der einheimischen Bevölkerung nach ‚meinen‘ Materialien - dieses Suchen und Sammeln ist für mich wesentlicher Bestandteil meines Schaffenprozesses.“

Die Arbeiten der niederländischen Künstlerin im ehemaligen Otten und Leenders Gebäude sind ungewöhnlich: Leder dient als Trägematerial, auf dem Martje Verhoeven Symbole und Symbolik entwirft. „Ich komme aus einer katholischen Umgebung - unter anderem benutze ich deshalb gelegentlich die symbole meiner Jugend.“ Andere Arbeiten - zum Beispiel Töpfe aus Leder oder ein mit Fell bespannter Kajak greifen Themen aus wenig bekannten Kulturkreisen auf.
Die Ausstellung ist Donnerstag von 9 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr und Karfreitag dank einer Sonderöffnung von 11 bis 15 Uhr zu sehen.
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