„Kalender für das Klever Land 2016“ mit Geschichten der Grenzregion ist erschienen

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Landrat Wolfgang Spreen (2.v.li.) erhält aus den Händen von Verleger Frank Wohlfahrt (3.v.li.) und Boss-Verlagsleiterin Jutta Nagels (3.v.re), Wiltrud Schnütgen (li.), Ursula Geisselbrecht-Capecki (4.v.re.), Bert Thissen (2.v.re.) und Wilhelm Diedenhofen (re.) den druckfrischen Kalender für das Klever Land 2016. (Foto: Kreis Kleve)
Kleve: Kreishaus |

Auf Bewährtes und Neues treffen die Leserinnen und Leser beim „Kalender für das Klever Land auf das Jahr 2016“, der pünktlich zur Vorweihnachtszeit erschienen ist. Bewährt ist das große Redaktionsteam, das vielseitige Geschichten der grenzüberschreitenden Region zu Papier bringt. Neu ist das Layout mit viel Farbe, großen Abbildungen und einem Leser-Leitsystem, das die Handschrift der neuen Verlagsleitung des Boss-Verlags trägt.

Viele Geschichten zeigen, wie wenig Grenzen heute noch zu bedeuten haben und liefern Parallelen zu den Flüchtlingen von heute. 224 Seiten stark ist der Heimatkalender, der auch eine Chronik der vergangenen zwölf Monate enthält. Seit vielen Jahren unterstützt der Kreis Kleve die Herausgabe der beiden Heimatkalender im Kreisgebiet – den „Kalender für das Klever Land“ und den „Geldrischen Heimatkalender“. „Das besondere Engagement des Redaktionsteams unterstützen wir gerne mit einem finanziellen Beitrag“, so Landrat Wolfgang Spreen bei der Präsentation des aktuellen Kalenders für das Klever Land. „Die aufwändig gestalteten Heimatkalender sind wichtige Beiträge zur Pflege des Kulturgutes im Kreis Kleve.“ Der „Kalender für das Klever Land auf das Jahr 2016“ enthält neben Autorenbeiträgen, Kalendarium und Chronik auch ein von Bert Thissen aufgelistetes Verzeichnis der in den vergangenen Monaten erschienenen Veröffentlichungen zur klevischen Landeskunde. Er ist zum Preis von 12,90 Euro im Buchhandel erhältlich. „Der ‚Heimatkalender für das Klever Land‘ ist ein gutes Stück gelebter Tradition, das wir gerne im Programm haben“, so Boss-Verlagsleiterin Jutta Nagels.

Das klevische Gennep

Das Titelbild des 2016er Kalenders stammt von Fritz Poorten und zeigt das Rathaus des ehemals klevischen Genneps. Wilhelm Diedenhofen und Hans-Joachim Koepp beziehen sich darauf mit Beiträgen über die Gebiete, die nach dem Wiener Kongress an die Niederlande fielen. Wie wenig Grenzen heute noch zu bedeuten haben, zeigt Franz-Josef Gabriel in seinem Text über die Veränderungen bei der Zollverwaltung in den letzten Jahrzehnten. Über die Grenzen schaut auch Klaus Riße, der Kleves englische Partnerstadt Worcester vorstellt. Einen interessanten Grundriss der Schwanenburg aus dem 17. Jahrhundert entdeckte Franz-Josef Lensing, der mit Bert Thissen die neuesten Erkenntnisse daraus wiedergibt. Dr. Manfred Rowold berichtet über die Klavierbauerfamilie gleichen Namens in Kleve und Helga Ullrich-Scheyda befasst sich ausführlich mit der Geschichte des Kaufhauses A. Weyl. An der Stelle des ehedem jüdischen Kaufhauses steht heute der Kaufhof in Kleve. Kreisarchivarin Dr. Beate Sturm erinnert an den Beginn der Amtszeit des Oberkreisdirektors Johannes Smeets. Dr. Reinhard Karrenbrock beschreibt im aktuellen Heimatkalender einem spätgotischen Chormantel aus der Stiftskirche in Kranenburg. Dass die 300 Jahre alte evangelische Kirche in Emmerich die Kopie einer Amsterdamer Kirche ist, verrät Norbert Kohnen.

Moby Dick im Rhein

In Goch gibt es seit 100 Jahren elektrisches Licht, weiß Hans-Joachim Koepp zu berichten. Dr. Walter Froleyks erläutert Historisches rund um die Straße Hirschpfuhl und das alte Forsthaus in Kleve. Frank Gesthuisen schreibt über Auswandererfamilien zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Und Dr. Rüdiger Gollnick setzt Soldatenfriedhöfen Friedhöfe für Opfer gegenüber. Joachim Buff zählte schon zu den Autoren des ersten Heimatkalenders nach dem Krieg. Nun hat der über 90-Jährige den Wiederaufbau des Reichswaldes in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg beschrieben. Wolfgang Müller und Jürgen Großkopf erinnern an Moby Dick, den weißen Wal, der vor 50 Jahren im Rhein auftauchte. Annette Wozny-Koepp beschreibt die Natur in der Millinger Waard. Und vom Klimahaus, das nicht nur den Studenten offen steht, berichtet Prof. Dr. Gebauer von der Hochschule Rhein-Waal. Anna van Baal erinnert sich an Kriegsereignisse an der holländischen Grenze und zieht Vergleiche zu den Flüchtlingen heute. Auch Frank Pieper beschäftigt sich mit diesem Thema. Er berichtet über das Tagebuch der vertriebenen Schwester Adeltraud aus dem Kloster Maria Roepaen.

Geschichten, Mundart und Gedichte

Köstliche Erinnerungen gibt es wieder von Veit van den Berg, der die Eltener „unter der Dorflinde“ genauestens im Blick hat. Jan-Wellem Euwens erinnert an den Mehrer Küster Lambert Lamers und Dieter Koenen an eine alte Lehrerfamilie in Frasselt. Mundart von Ulrich Ch. Blortz, Ursula van der Heusen-Rourke, Haki van Hezik, Paul Michels und Jupp Verhoeven sowie Gedichte von Maria Diedenhofen runden den „Kalender für das Klever Land 2016“ ab.

Redaktion: Wilhelm Diedenhofen, Ursula Geisselbrecht-Capecki, Hans-Joachim Koepp, Wiltrud Schnütgen und Bert Thissen.

224 Seiten, 66. Jahrgang, Verkaufspreis 12,90 Euro
ISBN 978-3-9817653-0-4
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