Moslems und Christen - Gäste unter Gästen

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Der Tag der Begegnung, der am vergangenen Sonntag von Beate Thomsen und Gerald Bestier, Familienbildungsstätte (Fbs) Kleve, angeboten wurde, war ein echter Hit. "Mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet. Ich bin wirklich sehr angetan von der Resonanz", freute sich Gerald Bestier, Leiter der Fbs. Moslems, Christen, Juden oder Atheisten - sie alle hatten ihre Freude an der Begegnung.

Die Idee hatte sich in der Fbs entwickelt. Dr. Meryem Keles war Mit-Ideengeberin und an Plaunung und Organisation aktiv beteiligt. Zu einem ersten Kennenlernen wurden die Gäste in der Fbs mit Kaffee und Kuchen bewirtet, bevor sich die Besucher gruppenweise auf den Weg durch die Klever innenstadt machte. Bewaffnet mit Papier und Bleistift galt es nun, markante Punkte zu entdecken. "Schon in der Fbs haben sich viele fruchtbare Gespräche entwickelt", so Gerald Bestier. Christen und Moslms nahmen nun Einblick in die jeweils andere Religion, besuchten die Kirche und schließlich die Moschee in der van-Borselstege. Dort wurden die Gäste von Dr. Meryem Keles empfangen. Hände waschen und die Schuhe ausziehen waren für die deutschen Gäste zunächst ungewohnte Handlungen, bevor sie den Gebetsraum betreten durften. Imam Dr. Arab Al Chambre stellte sich vor: "Ich bin verheiratet - und habe noch keine Kinder. Aber hoffentlich bald. Ich arbeite als Artzt hier im Krankenhaus." Nach langer Suche habe man an der Borselstege Räume geufnden, die nach dem Umbau als Moschee genutzt werden klonnten. 2008 wurde der Gebetsraum eröffnet.

Als Botschaft gab er zu verstehen: "Diese Gemeinde ist eine offene. Unsere Freitagsgebete werden in arabischer und deutscher Sprache gehalten." Für die Kinder, die hier in Deutschland aufwachsen würden, sei die deutsche Sprache die Muttersprache. Arabisch oder türkisch zweite oder dritte Sprache. Die Jugendlichen würden ihren moslemischen Glauben kennenlernen, auch hier sei Deutsch die Unterrichtssprache. Arabisch sei die Sprache des Korans. Samstags würden Erwachsene unterwiesen, für die Jugendlichen werde auch Arabisch-Unterricht angeboten.

Den Frauen stehen die Räume der Klever Moschee offen. Nur am Freitagsgebet können sie nicht teilnehmen, weil die Räumlichkeiten einfach zu klein seien.

Am Narrenbrunnen waren derweil Zelte aufgebaut worden - und hier fand ein interessanter und verbindender Nachmittag bei Köstlichkeiten aus fernen Landen einen schönen Abschluss.

Autor:

Annette Henseler aus Kleve

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