"Neu-Neoklassizismus"-Baustil in Kleve - Fortsetzung

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Kleve: Spoykanal | Solch ein großes Interesse für den ersten Beitrag in diesem Rahmen hatte ich nicht erwartet. Darin sind die Frontfassade und die beiden Seitenfasseden beschrieben. Gestern bin ich mit meinem echten Fotoapparat wieder nach Kleve gefahren, um damit Fotos zu machen mit einer hochwertigen Qualität. Die Aufnahmen im ersten Beitrag habe ich mit der Kamera in meinem Handy gemacht. Als ich auf dem Koekkoekplatz stand und den Neubau der Volksbank Kleverland anschaute, kam ich auf die Idee darüber zu schreiben. Da war das Handy eine Notlösung. Die Auflösung dieser Fotos ist nicht so hoch und Einzoomen führt zu weiterem Pixelverlust.
Wer nachher im Neubau aus den Fenstern in der Frontfassade schaut, hat, abgesehen vom Parkplatz, einen schönen und vielseitigen Fernblick auf die bewaldete Stauchmoräne (von den Obergeschossenl aus), die stark befahrene Kavariner-, Minoriten- und Hafenstraße, den Koekkoekplatz mit den Wasserspielen, den neugotischen Dr.-Arntz-Turm, das klassizistische Koekkoekhaus und die viele Anpflanzungen.
Nun die Rückfassade. Fernblick hat man dort aus den Fenstern bedeutet weniger, aber gleich hinter dem Gebäude fließt das Spoykanal mit beidseitigen Stufenterrassen. An der Nordseite davon steht der moderne Neubau des „The Rilano Hotels Cleve City“. Sein Restaurant Vitello hat am Spoykanalufer eine Terrasse mit sogar echten Strandkörben. Diese erwecken Strandgefühlen auf. Wenn sich Gäste auf der Terrasse befinden, kann ein Blick darauf interessant werden.
Die Mitarbeiter der Volksbank Kleverland in den Zimmern an beiden Fassaden brauchen sich nicht über die Aussicht aus den Fenstern zu beklagen.
Nun die Architektur der Rückfassade des Bankgebäudes. Das dritte Geschoss an dieser Seite hat 17 Fensterachsen. Die Frontfassade nur 15. Die mittleren fünf Fensterachsen des zweiten Obergeschosses springen zurück. Von dem freien Raum davor ist eine Loggia gebildet.
Die Rückfassade hat keinen Knick zwischen der fünften und sechsten Fensterachse wie in der Frontfassade. Doch hat die Rückfassade auch keine gerade Linie. Die fünf mittleren Fensterachsen haben eine sanfte Biegung. Die linken und rechten sechs Fensterachsen sind mit einem Schiltdach gedeckt. Das Bild der Rückfassade, die das Auge zum Gehirn führt, wird darin so verarbeitet, dass es dem Wahrnehmer den Eindruck gibt von Lebendigkeit und Spannung. Es ist also spannend sich diese Seite des Gebäudes in Ruhe mal zu betrachten.
Der Eindruck vom Neu-Neoklassizismus bei der Rückfassade bleibt bestehen. Der erste globale Blick weckt die Vorstellung des Neoklassizismus auf: Säule und Symmetrie. Erst danach werden jedoch Elemente entdeckt, die diese langweilige Symmetrie durchbrechen.
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