Baby Paul ist das schönste Geschenk

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Claudia und Ludger Janßen sind glücklich, dass es dem kleinen Paul gut geht. Das „Frühchen“ wurde in den vergangenen Wochen von den Mitarbeitern der Neonatologie um Oberärztin Dr. Birgit Niemeyer, li., aufgepäppelt. (Foto: Heinz Holzbach)
Claudia und Ludger Janßen haben dieses ganz besondere Lächeln im Gesicht. Ein Lächeln, das Eltern kennen, an das sie sich erinnern, wenn sie an die Geburt ihres Kindes denken.

Für Mama Claudia und Papa Ludger Janßen wiegt das ganz große Glück ganze 1880 Gramm, atmet, nimmt zu und genießt es, von Mama oder Papa gekuschelt zu werden.

Paul ist einer von Zweien: Auch Bruder Benjamin kam zu früh zur Welt, wog nur 930 Gramm. Inzwischen ist er schon „groß“ - und die Eltern sind sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Dass auch das kleine Brüderchen zu früh zur Welt kommen würde - damit hatte Familie Janßen nicht wirklich gerechnet.
In beiden Schwangerschaften kam es zu Komplikationen. „Ich hatte das sogenannte HELLP-Syndrom“, erzählt Claudia Janßen. Dabei kommt es bei der Mutter zu erhöhtem Blutdruck, zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und im ungünstigsten Fall zu Vergiftungserscheinungen. Frauen, die diese Symptome zeigen, fallen in die Gruppe der Risikoschwangeren. „Meistens passiert das aber eben nur einmal, dass man diese Symptome auch in der zweiten Schwangerschaft entwickelt, ist relativ selten“, weiß Claudia Janßen. Trotz besonderer Überwachung während der Schwangerschaft musste auch Paul mit einem Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden. „Jeder Tag hat gezählt, für jeden Tag, den das Kind noch in meinem Bauch verbringen konnte, war ich dankbar“, sagt Claudia Janßen.

Plötzlich musste aber alles ganz schnell gehen: In der 32sten Schwangerschaftswoche musste Paul geholt werden. Da lag Mama Claudia schon im Krankenhaus, der Papa wurde angerufen. „Bevor ich losgefahren bin, habe ich erst einmal eine Kerze angezündet - und war so glücklich, als mit Paul soweit alles in Ordnung war.“ Er habe sich zunächst eingeredet, dass alles gut würde, jetzt stehe fest, dass Paul über den Berg ist, dass der kleine Mann, der bei der Geburt 1480 Gramm leicht war, bald nach Hause darf. Ob Paul Weihnachten schon Zuhause verbringt, ist noch nicht ganz klar. „Das finde ich nicht schlimm, Hauptsache, dass mit dem Kleinen alles okay ist, wenn er nach Hause entlassen wird. Da warten wir lieber eine Woche länger“, sind sich die Eltern einig.

Fest steht, dass bei Familie Janßen ein fröhliches Weihnachtsfest ins Haus steht. Nach den Aufregungen der letzten Wochen darf es jetzt ruhiger werden. „Wir leben auf dem Land - und das sehr bewusst“, so Ludger Janßen. Heiligabend wird in der „kleinen“ Familie gefeiert - am 25. Dezember mit der „großen“ - und das möglichst ohne Stress.

Besonders dankbar ist das Elternpaar den Mitarbeitern der Frühgeborenenabteilung. Gäbe es die Chance, ein Bundesverdienstkreuz zu vergeben, würde es an die Klever Noenatologie gehen.
Ein Kind verändert die Welt - Ludger Janßen: „Wenn man sich den Kleinen anschaut, weiß man, was wirklich wichtig ist.“
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