„Ein Glücksfall“ aus der Küche der Franziskus-Schwestern

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Auf dem Foto v.l.: Schwester Cäcilie, Karsten Fuchs und Dietmar Ruppert vom Deutschen Technik Museum Berlin

Die Franziskus-Stiftung Kleve hat dem Deutschen Technik Museum in Berlin eine bestens erhaltene Kipp-Bratpfanne aus dem Jahr 1954 geschenkt.
Mitarbeiter des Museums haben den Küchenschatz am Donnerstag abgeholt.

Franziskus-Schwester Lydia hätte ihre Freude daran gehabt: Sie war Ende 1994 - als die Ordensküche der Klever Franziskus-Schwestern geschlossen wurde - leitende Koch-Schwester und hätte es wie die zwei noch lebenden Franziskus-Schwestern Cäcilie und Antonetta sicher sehr begrüßt, dass die historische Kipp-Bratpfanne von AEG-Küppersbusch aus dem Jahre 1954 jetzt vom Deutschen Technik Museum Berlin in dessen ständige Sammlung aufgenommen wird.

Bis 1994 war das Gerät mehrmals täglich im Einsatz und wurde ausschließlich zur Verpflegung der Schwesterngemeinschaft genutzt – in Hochzeiten des Ordens waren 16 Schwestern im Klever Mutterhaus an der Spyckstrasse untergebracht.
Die anderen Schwestern lebten an ihren Einsatzorten im Kreis Kleve und in Xanten.

Im Jahr der Anschaffung, 1956, gab es neidische Blicke anderer Ordensgemeinschaften. Die damals für den Kauf verantwortliche Oberin, Mutter Clara, war allerdings für ihr fortschrittliches Denken bekannt und sorgte für eine deutliche Arbeitserleichterung verbunden mit großer Zeitersparnis für die in der Ordensküche Tätigen.

Schwester Cacilie kann sich noch gut erinnern: Pfannkuchen, Schnitzel, Frikadellen, Reibekuchen, Bratkartoffeln und Spiegeleier seien regelmäßig – manchmal für bis zu 60 Personen – darin hergestellt worden.
„Die Spiegeleier sind in Formen gebraten worden“, so die noch sehr rüstige Schwester Cacilie. „Den Anblick habe ich noch gut vor Augen.“

Ins Schwärmen kamen auch die Mitarbeiter der Stiftung Deutsches Technik Museum Berlin als sie das Gerät Mitte April erstmals vor Ort unter die Lupe nahmen. Es sei in einem Top-Zustand, nirgendwo abgeplatzte Emaille – und es leuchtete sofort eine Lampe auf als die Stromzufuhr eingeschaltet wurde.
Es ist „ein Glücksfall“ für das größte Berliner Museum, wenn man so ein Gerät heute noch angeboten bekommt. Da waren sich Karsten Fuchs und Dietmar Ruppert vom Museum schnell einig.

Die Franziskus-Stiftung Kleve überlässt das Gerät dem Museum per Schenkungs-Vereinbarung sehr gern, wird doch so ein kleiner Teil der Geschichte der Franziskus-Schwestern Kleve auch für die Ewigkeit museal dokumentiert. „Weil „die Geschichte um das Objekt sicher eine schöne und interessante ist“, so die Mitarbeiter des Museums.
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