Fachschule für Sozialpädagogik: „Gewinnbringend für alle!“

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Farbenfroher Tanz mit Mandy Bünder (li.), Lisa Visser und Anna Reumer. (Foto: Jan Röttgers)
 
Musik und Bewegung im Team: Carolin Ketelaer und Alexander Dick. (Foto: Jan Röttgers)
Kleve: Berufskolleg Kleve |

Fünf Wochen lang haben die Studierenden der drei Oberstufen der Fachschule für Sozialpädagogik des Berufskollegs Kleve des Kreises Kleve in verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen ihr Praktikum absolviert.

Höhepunkt dabei ist jedes Jahr, ein Projekt mit den Kindern, Jugendlichen oder Bewohnern des jeweiligen Praktikumsplatzes durchzuführen. „In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf Teilhabe und Mitbestimmung“, erklärt dazu Klassenlehrerin Sabine Ortler. Tradition hat dabei auch – und es ist so etwas wie ein Generationenvertrag –, dass die Unterstufen als Zuschauer diese Präsentationen schon mal miterleben dürfen, um so auf ihr nächstes Jahr mit Neugierde und Information eingestimmt zu werden, während die Studierenden der Oberstufen gleichzeitig lernen, vor einem interessierten Publikum vorzutragen.

Zunächst haben alle Teilnehmer ihre Einrichtung und ihr jeweiliges Projekt vorgestellt, etwas zu der teilnehmenden Klientel gesagt, ihre Ziele erläutert, Einblicke in den Verlauf gegeben, ein persönliches Highlight präsentiert und schlussendlich natürlich auch eine selbstkritische Reflexion abgegeben. „Was hat gut funktioniert?“ und „Was kann man beim nächsten Mal möglicherweise noch etwas besser machen?“, lauteten dazu dann unter anderem die Fragen. „Wir ertasten die Welt“, lautete beispielsweise das Motto von Katharina Rühl. Die Studierende stellte ein Projekt zur Förderung der taktilen Wahrnehmung für Kinder unter drei Jahren vor. Aus Alltagsmaterialien, die man in jedem Haushalt vorfinden kann, ließ Judith Dercks „Klanggeschichten“ zur Förderung der musikalischen und rhythmischen Wahrnehmung bei Kleinkindern entstehen. Der Verkehrserziehung und Förderung des Gefahrenbewusstseins widmete sich Nadine Denkler mit ihrem Projekt „Sicher ans Ziel“. Lena Seidel setzte bei ihrem Projekt zur Elementarpädagogik auf ein Lernen mit allen Sinnen: Fühlen, Hören, Sehen, Schmecken und Riechen – sie lud in die „Welt der Gerüche“ ein und präsentierte auch den Zuschauern einen „Hauch von Exotik“. Carolin Ketelaer und Alexander Dick haben gleich im Team gearbeitet: „Stärken entdecken und fördern“, stand bei ihrem Projekt zu Musik und Bewegung im Vordergrund. Sie haben mit 13 bis 18 Jahre alten Klienten einer Kinder- und Jugendpsychiatrie Lieder einstudiert und Sport gemacht. „Erster und schwierigster Schritt dabei war, überhaupt Vertrauen zu gewinnen“, blickt Carolin Ketelaer zurück, da die Jugendlichen allesamt ein negatives Selbstbild und mangelndes Selbstwertgefühl hätten. Umso wertvoller ist das abschließende Ergebnis zu bewerten, denn ihre Lieder haben sie – allem Lampenfieber zum Trotz – abschließend sogar öffentlich aufgeführt.

Auch sportlich ging es merklich bergauf. „Aus anfänglichen 100 Metern Joggen sind binnen weniger Wochen stattliche sechs Kilometer Durchhaltevermögen geworden“, zeigt sich Alexander Dick begeistert. Mit sich selbst und ihrem Projekt dürfte auch Dorien Vermeer zufrieden sein: Am Ende ihres Projektes steht ein eigener Film, an dem wirklich alle mitgewirkt haben. „Die Kinder fragen heute noch danach“, bestätigt auch Klara Heimbach, Leiterin des Robinsonspielplatzes in Kleve und Praxisanleiterin, die Nachhaltigkeit ihres Projektes. Auch die Bildungsgangleiterin der Fachschule für Sozialpädagogik, Steffi Gijsbertsen, lobt die Ergebnisse: „Die diesjährigen Projekte zeigen besonders anschaulich, wie weitgefächert doch die Arbeitsfelder unserer zukünftigen Erzieherinnen und Erzieher sind – das konnten alle Beteiligten als sehr gewinnbringend erfahren. Obwohl es sich um eine sehr anstrengende Projektzeit handelte, betonten die Auszubildenden, dass die große Zufriedenheit und Freude der Projektteilnehmer vor Ort für sie die schönste Wertschätzung war, denn „Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist das Lächeln!“, so Gijsbertsen.
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